Die Volkswagen Group hat ihre Handelspartner in ausgewählten europäischen Märkten informiert, dass sie eine gemeinsame Überprüfung ihres Vertriebsmodells einleiten wird. „Die Vollagentur mit Direktvertrieb an Kunden bleibt langfristig unser klares Zielbild. Angesichts veränderter Rahmenbedingungen müssen wir jedoch neu bewerten, ob unser derzeitiges Agenturmodell für vollelektrische Fahrzeuge das bestmögliche Kundenerlebnis bietet“, erklärt Marco Schubert, Mitglied der Erweiterten Konzernleitung für Vertrieb bei Volkswagen AG. Gemeinsam mit den Groß- und Einzelhandelsorganisationen will man prüfen, ob eine Rückkehr zu einem indirekten Vertriebsmodell kurz- bis mittelfristig für ausgewählte Märkte eine vorteilhafte Alternative sein könnte. Die Prüfung soll die Marken Volkswagen Pkw, Volkswagen Nutzfahrzeuge, Skoda und Audi in den Märkten Frankreich, Deutschland, Polen, Spanien und im Vereinigten Königreich betreffen.
Bei Cupra – als Agenturvorreiter des Konzerns – sollen batterielektrische Fahrzeuge weiterhin im Agenturmodell vertrieben werden. In Irland und Schweden soll die Vollagentur für Fahrzeuge mit allen Antriebsarten – nicht nur BEV – umgesetzt werden. Die Flottenagentur soll laut Informationen von VW weiter skaliert werden.
Besprechung bei VW in Österreich
„Wir pilotieren die unechte Agentur für unsere ID. Modelle seit 2020 mit Volkswagen PKW und haben gemeinsam mit den Händlern viele Erfahrungen gesammelt“, erklärt Mag. Thomas Herndl, Markenleiter Volkswagen Pkw bei Porsche Austria. Zwei Vertriebssysteme gleichzeitig zu betreiben, stelle sich dabei auch als große Herausforderung dar. „Der Konzern evaluiert das unechte Agenturmodell jedenfalls für die Marke Volkswagen gerade in vielen Ländern, auch in Deutschland und natürlich sind wir hier auch gekoppelt an diese Entwicklung. Wir sind in Abstimmung mit dem österreichischen Händlerverein und werden 2025 jedenfalls noch die Agentur bei unseren ID. Modellen haben“, so Herndl. Über die weitere Entwicklung würde man gerade gemeinsam sprechen.
