Enormes Interesse
„Wir haben am Linzer Autofrühling teilgenommen und waren wieder sehr zufrieden“, berichtet Christoph Günther, Auto Günther/Linz. Der Auto-frühling blicke auf eine 55-jährige Tradition zurück, er sei ein Fixbestand im Kalender zahlreicher Händler. „Wir sind Gründungsmitglied und waren immer präsent und diese Veranstaltung bewirkt einen starken Impuls für die Region.“ Heuer sei ein enormes Interesse der Kunden zu verspüren gewesen, „sehr viele Private haben auch ihr Interesse an der E-Mobilität kundgetan, die zu Beginn teilweise starke Skepsis gegenüber E-Autos ist deutlich zurückgegangen“. Weiters würden Marketingmaßnahmen über unterschiedliche Kanäle beworben. In kleinerem Rahmen würden auch Veranstaltungen, etwa bei der Präsentation neuer Modelle, im Betrieb organisiert.
Christoph Günther
Autoschau Lienz ist Erfolgsformat
„Unsere große Automesse in Osttirol findet am 11. April 2026 in Lienz heuer bereits zum 20. Mal statt“, so Dipl.-Ing. Anton Thum, Geschäftsführer Thum & Unterberger/Lienz. Die Autoschau Lienz habe mit einer Ausnahme in der Coronazeit immer jährlich stattgefunden und sich zu einem Erfolgsformat entwickelt. „Das ist auch sehr strengen Regeln geschuldet. Wir haben alle Autohäuser von Anfang an immer mit dabeigehabt, jeder Markenhändler im Bezirk Lienz ist dann eingeladen und tut auch mit. Wenn man diese Veranstaltung nicht hätte, müsste man sie jetzt erfinden. Wir haben in der Lienzer Innenstadt 10.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche, wollen Kundinnen und Kunden in lockerer Atmosphäre für das Produkt Auto begeistern und hoffen, dass die Konsumenten danach in die Autohäuser kommen, um ein Fahrzeug zu kaufen.“
Anton Thum
Intensive Kundenbetreuung
„Es gibt in unserem Haus keine speziellen Maßnahmen, dennoch bemühen wir uns mit einer eigenen Kundenzeitung schon sehr lange, unsere Kunden mit diversen informativen Inhalten zu Themen wie Kundendienst, Frühjahrsaktionen, Reifentermine und interne Storys aus unseren Autohäusern immer auf dem letzten Stand zu halten“, wie Ing. Alexander Dvorak, Geschäftsführer Dvorak & Co/Wien, erklärt. „So produzieren wir monatlich ein eigenes Magazin, in dem Aktionen und neue Modelle beworben werden, wir waren im Rahmen der Vienna Drive mit einem Verkaufsteam vor Ort, im Großraum Wien gibt es sonst kaum lokale Messen.“ Es würden auch maßgeschneiderte Newsletter, die inhaltlich an die Kundenzeitung angelehnt sind, versendet. Proaktiv agiere man auch auf den Social-Media-Kanälen Facebook und Instagram.
Alexander Dvorak
Chance Kunden kennen zu lernen
„Wir haben auch heuer an der Salzburger Automesse teilgenommen“, so Sabine Hödl-Wenger, Geschäftsführerin Autohaus Wenger/Kuchl. Die Kosten dafür habe der Hersteller getragen, weil man als Vermittler tätig sei. „Zu unseren weiteren Tätigkeiten zählt darüber hinaus die Vermarktung unserer Wohnmobile. Dazu gehört ebenso die Organisation eigener Hausmessen. Gleichzeitig waren wir mit den Wohnmobilen auch auf diversen regionalen Messen, aber auch im Ausland, wie zum Beispiel in München oder in Stuttgart, präsent.“ Generell sei die Teilnahme an Messen unverzichtbar: Die Chance, neue Kundinnen und Kunden kennenzulernen oder auch für die angebotenen Produkte zu begeistern, sollte man sich nicht entgehen lassen. „Schade ist, dass seit Corona die Zahl kleiner, regionaler Messen im Tennengau stark zurückgegangen ist.“
Sabine Hödl-Wenger
Großer finanzieller Aufwand
„Wir nehmen auch heuer wieder an der Klagenfurter Messe, die mit der Freizeitmesse kombiniert ist, teil“, berichtet Komm.-Rat Mag. Ing. Hubert Aichlseder, Geschäftsführer Autohof Handels- und Service GmbH/Klagenfurt. „Das ist finanziell und zeittechnisch ein großer Aufwand. Wir sind dort seit 1997 mit den Marken, die wir vertreten, dabei.“ Die Messe werde sehr gut frequentiert, entsprechend groß sei auch das Kundeninteresse. Gleichzeitig sei man auch auf diversen Social-Media-Kanälen aktiv.
„Weiters veranstalten wir auch Kundenevents im eigenen Haus. Im Gegensatz zu früher sind unsere Veranstaltungen, die wir markenspezifisch ausrichten, etwas kleiner und exklusiver geworden. Wir agieren etwa bei Neuvorstellungen von Modellen zielgruppenorientiert.“
Hubert Aichlseder
AustroMobil war voller Erfolg
„Wir hatten in Vorarlberg früher keine Automessen, es gab Inhouse-Messen, in deren Rahmen mit viel Print- und Online-Werbung und diversen Aktionen die Konsumenten animiert werden sollten, an Wochenenden in die Autohäuser zu kommen, wobei dieses Angebot leider nicht so gut angenommen wurde“, sagt Nadja Malin-Potzinger, Geschäftsführerin Autohaus Malin/Sulz. Vor Kurzem habe nun zum 1. Mal die regionale Automesse AustroMobil in Dornbirn stattgefunden. „Dort waren wir dabei und sind sehr zufrieden. Die Messe wurde sehr stark frequentiert, wir haben auch viele Kontakte geknüpft und gleichzeitig enormes Interesse registriert.“ Des Weiteren veranstalte man mit der Vorstellung neuer Fahrzeugmodelle in kleinerem Rahmen Afterwork-Events: „Damit haben wir sehr gute Erfahrungen gemacht“.
Nadja Malin-Potzinger
Bedarf für Kauf wecken
„Unsere wichtigste Veranstaltung seit vielen Jahren ist der Auto-Sonntag, der heuer im März stattgefunden hat“, sagt Roland Schallgruber, Geschäftsführer Autohaus Schallgruber/Stockerau. „Die regionalen Händler in Stockerau machen mit. Unser Ziel ist, alle Konsumenten, die sich für ein Auto interessieren, im Kreise unseres Händlerrings zu bewegen. Die Besucher haben die Möglichkeit, von Autohaus zu Autohaus zu gehen und die neuesten Modelle verschiedenster Marken kennenzulernen. Das funktioniert sehr gut, die Händler sind im jeweiligen Autohaus vor Ort, es gibt die Möglichkeit für Probefahrten und es bietet sich die Chance, den Bedarf für den Kauf eines Fahrzeugs zu wecken. Grundsätzlich dient die Messe der Information, das Hauptgeschäft folgt in den darauffolgenden Wochen, für uns war der März ein hervorragender Monat.“
Roland Schallgruber
Überblick ohne Druck
„Vor Kurzem ist unsere Hausmesse, der Autofrühling Neusiedl am See, über die Bühne gegangen, an dem auch die Autohäuser Ermler, Weintritt und Kamper teilgenommen haben“, wie Roland Zsoldos, Autohaus Zsoldos, berichtet. Besucherinnen und Besuchern sei damit ein umfassender Einblick in die aktuelle Mobilitätswelt geboten worden.
„Es ist wichtig, dass die Kunden sich informieren und in diesem Rahmen in Ruhe und ohne Druck einen Überblick über das Angebot verschaffen können und in der Folge auch kaufen. Wir sind auch im Lauf des Jahres bei weiteren Veranstaltungen präsent, etwa im August auf dem Golser Volksfest.“
Insgesamt sei es schwieriger geworden, den Kunden Highlights zu bieten, da viele sich schon im Vorfeld online informiert hätten.
Roland Zsoldos
Erfolgreiche Hausmesse
„Wir unterstützen die Frühjahrsmessen auch seitens des Gremiums: Den Konsumenten soll Lust auf den Kauf eines Fahrzeugs gemacht werden“, wie Komm.-Rat Ing. Klaus Edelsbrunner, Bundesgremialobmann des Fahrzeughandels und Geschäftsführer Edelsbrunner/Graz, erklärt. Zu gemeinsam organisierten Automessen kämen in der Regel mehr Menschen als zu Einzelveranstaltungen in Autohäusern. „In unserem eige-nen Autohaus führen wir am letzten Wochenende im Jänner regelmäßig eine Modellpräsentation der jeweils aktuellen Modelle durch, wir schreiben unsere Kunden gezielt an und diese Ausstellung war auch heuer wieder sehr erfolgreich, wobei hier Qualität vor Quantität zählt.“ Darüber hinaus sei man auch in Graz und Umgebung bei unterschiedlichsten Veranstaltungen präsent, etwa bei Sport- oder Kulturevents, so Edelsbrunner.
Klaus Edelsbrunner
