Im Juli berichtete Reuters mit Verweis auf zwei anonyme Quellen, dass der chinesische Hersteller plane, der geplanten Produktion in der Türkei gegenüber dem Werk in Szeged den Vorzug zu geben. So solle der Produktionsstart in Ungarn nach hinten verlegt und die Stückzahl um "mehrere zehntausend Stück pro Jahr" verringert werden, hieß es.

Kein Wort wahr, entgegnet István Joó, CEO der Hungarian Investment Promotion Agency (HIPA). Joó zitiert auf LinkedIn eine offizielle Stellungnahme von BYD, der zufolge der Aufbau der ungarischen Produktion wie geplant verlaufe. Die Produktion soll Ende des Jahres anlaufen. Die Kapazität der Anlage bleibe bei 300.000 Einheiten im Jahr. Auch vonseiten BYD in Österreich heißt es auf Nachfrage: Alles läuft weiter wie geplant.

Wie berichtet, liefert die voestalpine ab Herbst Flachstahl für Karosserien nach Szeged und ist als einer der ersten österreichischen Zulieferer für BYDs ungarische Produktion bestätigt worden.

Laut BYD soll das geplante Werk in der Türkei eine Jahreskapazität von 150.000 Fahrzeugen haben und Ende 2026 - ein Jahr nach der ungarischen Produktionsstätte - in Betrieb gehen.