Es ist immer wieder schön, wenn Passanten ihre Handys zücken, um Autos zu fotografieren: Vorwiegend jene, die entweder als sogenannte „Erlkönige“ mit weiß-schwarzen Folien oder (wie in unserem Fall) mit einer bunten Tarnung unterwegs sind. Hier war es der Škoda Peaq, der Ende März ausgewählten europäischen Journalisten für erste Testfahrten in Oberitalien zur Verfügung stand.

Um das Phänomen Elektroautos bei Škoda zu verstehen, muss man ein paar Jahre zurückblicken: Denn der Hype, der ab 2020 nach der Präsentation des Enyaq entstand, führte in Kombination mit der allgemeinen Lieferkrise dazu, dass Kunden in Österreich bis zu zwei Jahre (!) auf ihr Fahrzeug warten mussten. Heute ist das natürlich längst vorbei, auch bei der Lancierung des kleineren Elroq im Vorjahr hat man daraus gelernt. Elroq und Enyaq belegten im Vorjahr die Plätze 2 und 3 in der österreichischen E-Auto-Statistik. Und das Management verspricht auch für die beiden neuen E-Autos, die heuer noch starten, keine Lieferprobleme.

Preise gibt es zur Jahresmitte

Nach dem 4,17 Meter langen Epiq, der das Modellprogramm bei den Elektrischen bald nach unten abrundet, kommt wenige Monate später der Peaq auf den Markt. Sein Name ist Programm, denn mit diesem Auto erreicht der tschechische Hersteller den Gipfel seines Modellprogramms. Das knapp 4,90 Meter lange Fahrzeug wird ab Spätsommer im Werk Mlada Boleslav gebaut und soll ab Spätherbst auch in Österreich ausgeliefert werden. Bestellungen werden ab Ende Juni, direkt nach der Weltpremiere, entgegengenommen, dann werden auch die Preise für den Peaq bekannt gegeben.

11 Zentimeter länger als der Kodiaq

Beim Importeur, der Porsche Austria GmbH & Co OG in Salzburg, heißt es jedoch bereits jetzt, dass sich das Fahrzeug preislich etwa an einem Kodiaq mit gleicher Leistung und Ausstattung orientieren wird; gerechnet wird mit einem Einstiegspreis von rund 60.000 Euro. Der Peaq ist das einzige siebensitzige Elektroauto im Volkswagen Konzern. Auf den Markt kommt er mit 2 Batteriegrößen: 63 kWh (430 km Reichweite) und 91 kWh (610 km Reichweite). Der Peaq ist 11 Zentimeter länger als der Kodiaq; da er einen um 17 Zentimeter längeren Radstand hat, ist das Platzangebot im Inneren enorm (und auch in der dritten Reihe absolut ausreichend).

Nähere Details sollen zu einem späteren Zeitpunkt vorgestellt werden; nach den kurzen Testfahrten im Konvoi am Comer See kann man auch nicht viel über das Fahrverhalten sagen. Der Peaq ist aber deutlich kleiner als andere siebensitzige E-Autos wie etwa der Hyundai Ioniq 9 oder der Kia EV9.