Der im oberösterreichischen Molln aufgewachsene Manager gestaltete Castrol Austria zum führenden Schmierstoffanbieter und brachte das Schmierstoffwerk nach Wiener Neudorf, wo er 1990 auch die Zentrale hin verlegte.
Er war jederzeit in der Lage, bei schwierigen Geschäften ausgleichend zu wirken. Sein Schaffen war von einer tiefen Verbundenheit zur heimischen und auch internationalen Schmierstoff- und Kfz-Szene geprägt.
Der dreifache Vater setzte Taten, die die Marktführerschaft Castrols nachhaltig manifestierten. Er verhalf vielen Kfz-Betrieben zur Existenz, er war in seiner Zeit „Kreditbegünstiger“, wenn Hausbanken zögerten, erzählen Manfred Ellensohn oder Gerhard Priewasser stellvertretend für viele von ihren Erfahrungen mit Flurer, dem die langfristige Bindung seiner erfolgreichen Kunden großes Anliegen war, wie der heutige Castrol-Geschäftsführer Gerhard Wolf anmerkt.
Der gebürtige Wiener rückte aber auch im Konzern mit kritischem und klarem Blick die Herausforderungen seiner Zeit ins rechte Licht und vertrat die Schmierstoffbranche bei zahlreichen politischen Spitzentreffen. Seinen Wegbegleitern bleibt Flurers Intelligenz in Erinnerung, mit der er pflichtbewusst eine Problematik messerscharf sezieren konnte und dabei seine loyale Einstellung zu Castrol behielt.
Der seinerzeit omnipräsente Otto Flurer wird am 7. April auf dem Hietzinger Friedhof beerdigt.