Geboren in der Steiermark, Ausbildung an der TU Wien, dann zu Audi, wo er unter anderem auch verantwortlich für den Aufbau des neuen Werkes in Mexiko war: Dipl.-Ing. Georg Goldgruber ist einer jener Österreicher, die es in der deutschen Automobilindustrie weit gebracht haben, ohne dass die breite Öffentlichkeit davon erfährt. Seit einigen Jahren ist Goldgruber bei Porsche für die seit 2024 elektrifizierte Baureihe Macan verantwortlich. Und da war er natürlich auch bei der Präsentation des GTS im spätwinterlichen Südfrankreich dabei, wo unser Verlag neben der „autorevue“ und der „Presse“ als einziges österreichisches Medium vertreten war.

Schon am Abend, gleich nach der Ankunft, hatte Goldgruber vor den angereisten Journalisten gesagt:  „Sieht aus wie ein GTS. Fühlt sich an wie ein GTS. Fährt sich wie ein GTS.“ Doch was ein elektrischer GTS nicht schafft: Er klingt nicht wie ein Verbrenner-GTS, mit denen Porsche seit Jahrzehnten seine Fans findet. Da kann man noch so aktiv sein beim Kreieren von Sounds, die zum jeweiligen Fahrmodus passen. Wirklich echt klingt das alles nicht.

Doch rein fahrerisch ist der Macan GTS natürlich ein echter Porsche: Bis zu 571 PS (kurzzeitig) hat ihm das Team rund um Gesamtfahrzeugleiter Goldgruber mitgegeben, ein Drehmoment von 955 Newtonmetern und in 3,8 Sekunden wird’s aus dem Stand am Tacho dreistellig. Die Höchstgeschwindigkeit haben sie bei 250 km/h eingefroren. Reicht auch, denn ansonsten würde die elektrische Reichweite bis maximal 586 Kilometer laut WLTP rapide sinken. 

In Österreich ist der Macan erfolgreich

Im Gegensatz zu anderen Weltregionen, wo man laut nach der Wiedereinführung eines Verbrenners in dieser Größe ruft (und ab 2028 erhört wird), ist die elektrische Version des Macan in Österreich ein Erfolg. Das liegt natürlich an der Besteuerung (0 Prozent NoVA), weshalb der Macan bei uns ab 93.912 Euro (und der GTS ab 107.033 Euro) in der Preisliste steht. 50 Stück vom GTS will der Importeur heuer verkaufen, insgesamt könnten es knapp 300 Macan werden. 

Das ist deutlich mehr als am Ende der Laufzeit des Verbrenners: Von ihm hatte Porsche in den letzten Jahren (also ab 2020) in Österreich stets nur zwischen 167 und 199 Einheiten abgesetzt.