In einem Konzern wie Continental Reifen spielen Prozesse eine extrem wichtige Rolle, denken wir nur an ausgeklügelte Liefer- und Produktionsketten von den Rohstoffen bis zum fertigen Pneu. Für Continental Reifen Austria ist hingegen der Prozess zum Kunden entscheidend, also zum Reifenfachhandel oder zum Autohaus. Der richtige Reifen zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort ist hier die entscheidende Anforderung.
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„Ziel ist es dabei, Prozesse zu verschlanken und effizienter zu gestalten, obwohl diese immer komplexer werden“, berichtet Hannes Albrecht, General Manager Supply Chain Management und Customer Service: „Es geht um die permanente Optimierung und um Automation, die ja viel mehr ist als Digitalisierung.“
Optimiert für den Kunden
„Wir versuchen, unsere Prozesse so zu gestalten, dass sie den Kunden begleiten und unterstützen“, so Albrecht. Das beginnt bei der gemeinsamen Planung mit dem Kunden hinsichtlich der richtigen Reifendimensionen und Mengen für die nächste Saison. Durch die enorm wachsende Komplexität des Reifenangebots ist das in den vergangenen Jahren ungleich aufwändiger geworden. „Als Vollsortimenter wollen wir für jedes Fahrzeug den richtigen Reifen bieten.“ Damit diese auch rasch verfügbar sind, greifen verschiedene Lösungen ineinander. „Mit dem Tool ‚C4S – Conti for Stock‘ unterstützen wir unsere Vertriebspartner bei der Planung“, so Albrecht. Basis dafür seien Vergangenheitswerte und Erfahrungen, ergänzt mit Prognosen für neue Produkte und individuelle Parameter des Händlers.
Dann greift die menschliche Kompetenz: „Es braucht das Know-how des Außendienstmitarbeiters und des Unternehmers selbst“, sagt Albrecht. Faktoren wie der Standort oder das individuelle Verkaufsverhalten des Kundenstamms sind entscheidend, um die Planung weiter zu präzisieren. Funktioniert diese Planung gut, profitieren Lieferant, Händler und Endkunde gleichermaßen. Bei Conti empfiehlt man eine hohe Verfügbarkeit der Volumenprodukte beim Händler. „Bei den sogenannten C-Produkten, speziell den UHP-Dimensionen, sehen wir uns selbst besonders in der Pflicht“, erklärt Albrecht und verweist auf das leistungsfähige Lager in Bratislava, das mehrere Märkte bedient und das durch optimierte Planung meist innerhalb von 24 Stunden nach Österreich liefert. Hier konnte durch Automation, Digitalisierung und KI in den vergangenen Jahren vieles optimiert werden. Continental ist damit auch in der Logistik einer der führenden Anbieter.
Langjährige Kundenbeziehung
Die laufende Verbesserung von Prozessen verändert auch die Kontaktpunkte und die Abwicklung. Continental bietet den Händlern aber weiterhin ein breites Spektrum. „Mit Tools wie etwa COC - Conti Online Contact oder C4S - Conti for Stock, werden bereits rund 80 Prozent der Bestellungen abgewickelt.“ Der Rest erfolge vielfach noch telefonisch, hier besteht eine langjährige Beziehung zwischen Kunden und Conti-Mitarbeitern.
Das Team in Wr. Neudorf nennt Albrecht – trotz aller Automatisierung – als besondere Stärke. „Wir haben Mitarbeiter mit hoher Expertise, die unsere Kunden schon seit vielen Jahren kennen und an die sich die Partner direkt wenden, sei es in Marketing, Logistik oder Vertrieb.“ Denn trotz aller Prozess-Optimierung und Digitalisierung bleibt der persönliche Kontakt entscheidend. „Wir sind stolz, dass wir ein starkes und stabiles Team haben“, erklärt Albrecht abschließend.
