Da sitzt man eines schönen Donnerstags kurz nach Mittag in der Redaktion, reiht die Meldungen der „AUTO-Information“. Plötzlich poppt am Bildschirm ein E-Mail auf: Über die OTS, den Originaltext-Service der Austria Presseagentur, wird ein Produktrückruf angekündigt, es geht schon im Titel um „Kleine Stinker“ und „Große Stinker“.

Erste Reaktion: Es ist wieder einmal eine dieser Umweltorganisationen, die Pkws schon in früheren Jahren als „Stinker“ abqualifiziert haben. Am liebsten wäre es ihnen gewesen, vor allem die älteren Autos komplett zu verbieten. Egal, wie wichtig diese vor allem für einkommensschwache Menschen (also auch viele Pendler am Land) sein mögen. Ebenso wurscht war diesen Organisationen auch, dass all diese Autos ein „Pickerl“ haben – also auch die strengen Abgasuntersuchungen bestanden haben. „Stinker“ sind es, Punkt.

Doch zurück zur Presseaussendung vom 9. Jänner: Werden also alle älteren Fahrzeuge beschlagnahmt? Wo wird die Grenze gezogen? Euro 1, Euro 2 oder schon Euro 3? Nur die Diesel oder auch alle Benziner?

Und dann, das Aha-Erlebnis: Es geht gar nicht um Autos. Betroffen sind echte Stinker – solche, die diesen Namen ganz offiziell tragen: 2 Sorten Weichkäse.

Eine Firma namens „Wilder Käser“ aus Kirchdorf (Tirol) ruft zwei ihrer Produkte zurück: „Kleiner Stinker“ heißt das eine, „Großer Stinker“ das andere. Wieder was gelernt. Und es sind nicht die Abgase oder der Feinstaub, die für Probleme sorgen, sondern Listerien. Die sind wirklich gesundheitsschädlich!

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