Vor wenigen Tagen wurde der neue Volvo EX60 vorgestellt, der in vielen Bereichen neue Maßstäbe setzt und einige neue Entwicklungen in einem Serienfahrzeug realisiert. So wird hier das vielzitierte „software defined vehicle“ konsequent umgesetzt, das Fahrzeug wird von einer „intelligenten Core-Computing-Plattform“ gesteuert, nutzt als eines der ersten Modelle Gigacasting mit entsprechenden Auswirkungen auf Produktion und Reparatur und ist das erste Fahrzeug aus dem Geely-Konzern, das die Cell-to-Body-Technologie verwendet, wo die Batterie integraler Bestandteil der Struktur ist.
Das soll hier keineswegs Werbung für die schwedische Marke aus dem chinesischen Geely-Konzern, sondern ein Beispiel für die rasante und extrem dynamische Transformation in der Automobilproduktion sein, die auch massive Auswirkungen auf das Reparaturgeschäft hat. Neben der erwähnten Veränderung in der Karosserie-Reparatur durch Elektromobilität und Gigacasting, der Hochvolt-Technologie an sich sowie einem komplett neuen Elektronik-Level kommt ein laufend und ebenso dynamisch wachsender Anteil an autonomen Fahrfunktionen dazu. Hier setzt etwa der neue BMW iX3 neue Maßstäbe, damit wir auch andere Marken erwähnen. Ein wesentlicher Teil an ADAS ist ja schon jetzt bei Kleinwagen vorgeschrieben und muss gewartet, repariert und kalibriert werden, Tendenz stark steigend. (Mehr dazu erfahren Sie übrigens beim Vortrag von Jens Kowald von Aumovio Aftermarket beim A&W WERKSTATT-FORUM.)
Möglicherweise können sich viele Unternehmer und Mitarbeiter der Kfz-Branche noch nicht vorstellen, was das alles für die Arbeit in der Werkstätte bedeutet. Klar ist, dass der Anteil dieser neuen Technologie an den Fahrzeugen in der Werkstätten ständig zunimmt und entsprechende Ausstattung und Ausbildung sowie Partner benötigt, die dabei unterstützen und begleiten.
Beim A&W WERKSTATT-FORUM am 25. Februar werden wir darüber intensiv sprechen. Wir freuen uns, wenn Sie dabei sind.
