Wer, Hand aufs Herz, hätte im Jahr 1999, als der Toyota Prius erstmals auf den österreichischen Straßen fuhr, gedacht, dass sich Hybridautos derart stark durchsetzen würden: Der Autor dieser Zeilen, der den Prius (damals noch mit Rechtslenker und eine kurzfristige Leihgabe der Europazentrale in Brüssel) seinerzeit für „Die Presse“ testen durfte, jedenfalls nicht. Zu gewöhnungsbedürftig war das System damals. Doch Toyota blieb hartnäckig, verbesserte das Zusammenspiel von Elektro- und Benzinmotor und auch die Leistungsfähigkeit der Batterien von Generation zu Generation. Heute gibt es kaum ein Modell mehr ohne Hybridantrieb. Hut ab!

Doch der Markt ändert sich, und nicht nur die Kunden, sondern auch viele Händler (zumindest die dem E-Auto wohlgesonnenen) riefen immer mehr nach reinen Elektroautos: Ansonsten könnten sie, so das Argument der Händler, viele Kundenanfragen (vor allem von Firmen) nicht mehr bedienen.

Die Wünsche werden erfüllt; der schon vor einigen Jahren gelaunchte (und vor Kurzem technisch überarbeitete) bZ4X bekommt Zuwachs: Nach dem Urban Cruiser, der bereits seit einigen Wochen bei den Händlern steht, bereichert jetzt der C-HR+ das Angebot. Dieser wird im Gegensatz zum C-HR, der seit 2023 in zweiter Generation als Hybrid und Plug-in-Hybrid verkauft wird, nicht in der Türkei, sondern in Japan für den Weltmarkt produziert. 

Angeboten wird der C-HR+ in 2 Batteriegrößen (57,7 und 77,0 kWh). Es gibt auch nur 3 Versionen: jene mit der kleinen Batterie als „Active“ um 40.990 Euro (167 PS, 458 km Reichweite) und 2 mit dem großen Akku als „Teamplayer“ (Vorderradantrieb, 224 PS, 607 km Reichweite, 45.390 Euro) oder als „Lounge“ (Allrad, 343 PS, 501 km Reichweite, 52.190 Euro). Rund 600 Fahrzeuge vom 4,53 Meter langen C-HR+ sind für heuer in Österreich eingeplant.

Auch ein elektrischer Hilux kommt bald

Und das ist noch nicht alles: Der bZ4X wird voraussichtlich ab Juni durch einen Kombi ergänzt; Letzterer dürfte nach den Erwartungen von Toyota Austria prozentuell mehr Käufer auf sich vereinen als die bisherige Variante. Weiters wird ab Mai oder Juni dieses Jahres eine Elektroversion des Hilux in Österreich erwartet: Dieser Pick-up hat eine Reichweite von 250 Kilometern. Den Proace City Verso und den Proace Verso aus der Kooperation mit Stellantis gibt es ebenfalls mit E-Antrieb.