Es waren ein paar spannende Wochen zwischen Ende Juli, als der bisherige Bundesgremialobmann Komm.-Rat Klaus Edelsbrunner die Funktion aus persönlichen Gründen zurücklegte, und Anfang September, als der Wirtschaftsbund den bisherigen Einzelhandelssprecher Stefan Hutschinski als Bundesgremialobmann vorschlug. Der Wiener ist Chef der Hutschinski Mobility GmbH mit 3 Autohäusern (John, Piltz und Wiesinger) der VW Konzernmarken; dort sind 130 Mitarbeiter beschäftigt.

Dazwischen lagen viele Gespräche, vor allem mit den Landesgremialobleuten in den Bundesländern, und der Trend in Richtung Hutschinski zeichnete sich dem Vernehmen nach relativ rasch ab. Wichtig war dann noch ein Mandatsverzicht: Da Hutschinski nach der Wahl nur ins Bundesgremium kooptiert worden war, musste einer der 3 Vertreter der Wiener Landesliste, nämlich Clemens Vohryzka (Geschäftsführer von Opel & Beyschlag), auf sein Mandat verzichten. „Wir werden ihn aber bei der nächsten Sitzung wieder kooptieren“, sagt Hutschinski.

Bereits kurz nach seiner Wahl nahm Hutschinski in einem ausführlichen Statement für den A&W Verlag Stellung: „Die Übernahme der Funktion des Bundesgremialobmanns ist für mich mit gemischten Gefühlen verbunden. Lieber wäre mir gewesen, Klaus Edelsbrunner hätte diese Aufgabe noch lange weiterführen können.“ Er habe den österreichischen Fahrzeughandel über viele Jahre mit großem -persönlichem Einsatz, Erfahrung und Handschlagqualität vertreten. Dafür gebühre ihm aufrichtiger Dank und hohe Anerkennung. Auch persönlich wünscht Hutschinski seinem Vorgänger von Herzen alles Gute.

„Mein Dank gilt ebenso meinen beiden Stellvertretern Günther Kerle und Komm.-Rat Burkhard Ernst, die in den vergangenen Monaten die Aufgaben des Bundesgremiums sehr umsichtig, unaufgeregt und mit großem Engagement weitergeführt haben. Ich freue mich sehr, dass sie mich auch künftig im Präsidium unterstützen werden. Ebenso danke ich den Landesobleuten für die breite und geschlossene Unterstützung bei meiner Bestellung. Diese Zusammenarbeit zwischen Bund und Ländern wird auch künftig von großer Bedeutung sein.“

„Starke, gemeinsame Interessenvertretung“

Die Aufgaben seien vielfältig, so Hutschinski. „Der technologische und strukturelle Wandel unserer Branche schreitet mit großer Geschwindigkeit voran. Gleichzeitig stehen Erträge und Profitabilität unserer Betriebe unter Druck, während neue Wettbewerber und Geschäftsmodelle den Markt verändern. Dazu kommen rechtliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen, die zunehmend auf europäischer Ebene vorgegeben werden. Gerade deshalb brauchen wir eine starke, gemeinsame Interessenvertretung. Wir müssen frühzeitig gehört werden – in Österreich ebenso wie in Brüssel – und dafür sorgen, dass unternehmerische Realität bei politischen Entscheidungen berücksichtigt wird.“

Hutschinski ist auch Obmann des Vereins Österreichischer VW Audi Seat und Škoda Betriebe (VASS) und Vizepräsident des European Dealer Council Volkswagen Group e.V. (EDC). Designierter Nachfolger als Einzelhandelssprecher ist der Tiroler Landesgremialobmann Mag. Dieter Unterberger; seine Wahl findet Anfang Dezember bei der nächsten -Ausschusssitzung statt.