In einem Online-Pressegespräch im Dezember erörterten auf Einladung von Prof. Ferdinand Dudenhöffer Dr. Jürgen Guldner, Wasserstoff Programm Manager bei BMW, Stephan Herbst, Technical Head Hydrogen Business bei Toyota Motor Europe sowie Dr. Rainer Müller-Finkeldei, Leiter Produktentwicklung Mercedes-Benz Trucks, die Zukunft des "Wasserstoff-Antriebs".
Zu den – nicht ganz neuen – Argumenten, welche die drei Manager ins Treffen führten, zählte nicht zuletzt, dass es neben der E-Mobilität ein zweites Standbein der CO2-neutralen Mobilität brauche. FCEV seien sowohl beim Truck als auch beim Pkw eine notwendige Ergänzung zu den BEV, so Guldner. BMW und Toyota hatten erst kürzlich die Verlängerung ihrer Kooperation für FCEV bekräftigt.
Müller-Finkeldei sieht ebenfalls die Dualität bei den nötigen Infrastrukturen nicht als Gegen-, sondern vielmehr als Pro-Argument. Gerade im Langstrecken-Bereich sowohl bei Truck als auch Bus habe die Brennstoffzelle Vorteile gegenüber dem batterieelektrischen Antrieb.
Daimler-Truck werde Ende der 2020er-Jahre beginnen, FCEV-Lkw in Serie zu produzieren, so Müller-Finkeldei, der sich auch für den Aufbau einer Infrastruktur aussprach, welche Nutzfahrzeuge mit Flüssig-Wasserstoff versorgen könne. Er appellierte an die Politik, dass der Wasserstoff auch zu den richtigen Preisen angeboten werden müsse. Dies könne etwa durch eine CO2-abhängige Maut geschehen.
