In der Branche hat es sich schon herumgesprochen: Der Hyundai Ioniq5, den ich seit mehr als 3 ½ Jahren als Dienstauto hatte, ist einer von jenen 3 Elektroautos, die heuer in Österreich gestohlen wurden. Die Spur zu ihm verliert sich irgendwo im südlichen Rumänien; die Polizei vermutet das Auto längst in einer bulgarischen Spezialwerkstätte, wo es in seine Einzelteile zerlegt und verkauft wird. Schade drum, denn ich habe das Auto gemocht und wir hätten das Leasing um ein Jahr verlängert.

Doch auf diesem Wege kam ich nun in den Genuss einer ganz anderen Autofahrt: Da der Ersatz für das Firmenauto noch auf sich warten lässt und die Tickets für das Fußballspiel Inter Mailand gegen AS Roma (Ostergeschenk für meine beiden Söhne) schon gekauft waren, fuhren wir mit dem fast 14 Jahre alten Seat Altea XL, den mein 21-jähriger Sohn seit kurzem sein Eigen nennt, von Wien nach Mailand und wieder retour.

Warum ich das erwähne? Weil man diese alten Fahrzeuge, die noch immer gute Dienste leisten und den Werkstätten gute Verdienste bereiten, nicht verteufeln darf. Natürlich gehört die Zukunft den sauberen E-Autos, das hat die EU so vorgesehen – und im Interesse der Umwelt ist es auch richtig.

Doch auch ein alter 1,6-Liter-TDI mit 105 PS und 231.000 Kilometern am Tacho hat seine mittelfristige Berechtigung. Natürlich ist Euro 5 nicht so sauber wie die modernen Motoren, doch durchschnittlich 4,9 Liter Verbrauch auf 100 Kilometer bei normalem Autobahntempo auf der 850 Kilometer langen Strecke (und 2 Tage später wieder retour) sind nicht schlecht für ein Fahrzeug mit Baujahr 2012.

Wer weiß, was passiert wäre, hätten Autohersteller (und hier vor allem die Seat-Mutter Volkswagen) nicht einige Jahre nach der Produktion dieses guten alten Dieselmotors bei den Tests geschummelt und die Fahrzeuge ganz normal weiterentwickelt…

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