Die TU Graz und Magna haben im neuen Advanced Driving Simulation Center am Campus Inffeldgasse einen der modernsten Fahrsimulatoren der Welt vorgestellt. Der Simulator bildet das Fahrerlebnis auf einzigartige Weise äußerst realistisch ab. Forschungs- und Entwick-lungsteams können am Simulator unterschiedliche Fahrzeuge, Fahrwerks- und Reifensetups sowie verschiedene Fahrerassistenzsysteme (ADAS) realitätsnah prüfen und optimieren. Magna übernahm die Anschaffungs- und Installationskosten, die TU Graz finanziert den lau-fenden Betrieb des Advanced Driving Simulation Centers.
„Das Advanced Driving Simulation Center ist ein Ergebnis der jahrzehntelangen Innovations-partnerschaft von Magna und der Technischen Universität Graz“, sagt TU Graz-Rektor Horst Bischof. „Mit diesem Fahrsimulator verfügen wir nun über eine europaweit einzigartige Forschungsinfrastruktur, die den Automobil- und Mobilitätsstandort Österreich nachhaltig aufwertet.“
„Das Advanced Driving Simulation Center erlaubt uns Fahrzeugstudien durchzuführen, de-ren Ergebnisse exakt mit den physikalischen Gegebenheiten der realen Welt übereinstim-men“, sagt Arno Eichberger, der als Leiter des Instituts für Fahrzeugtechnik für den wissen-schaftlichen Betrieb des Prüfstands zuständig ist. „Mit dem neuen Simulator schließen wir die Lücke zwischen theoretischer Fahrzeugmodellierung und realer menschlicher Wahrnehmung unserer Testfahrerinnen und Fahrer.“
Magna wird das Advanced Driving Simulation Center in Entwicklungsprojekten mit internationalen Automobilherstellern nutzen und Innovation im Rahmen von Forschungsprojekten am Standort forcieren. „Zu den wichtigsten Einsatzbereichen zählen die Optimierung und Ab-stimmung von Fahrwerk und Reifen verschiedenster Fahrzeugtypen in frühen Phasen von Entwicklungsprojekten, weit bevor echte Fahrzeugprototypen zur Verfügung stehen. Das beschleunigt Entwicklungsprozesse und schafft zusätzlichen Raum für Innovationen“, sagt Severin Stadler, der als Leiter für F&E seitens Magna verantwortlich für die Umsetzung des Zentrums ist.
„Aufgrund seiner hohen Bandbreite kann der Simulator selbst feinste Vibrationen generieren, die von verschiedenen Straßenbelägen im Fahrzeug ausgelöst werden. Das ist für die Optimierung von Elektrofahrzeugen essenziell, da Insassen diese Vibrationen wegen der fehlen-den Motorgeräusche viel stärker wahrnehmen als bei Verbrennern“, sagt Eichberger. Mit VR-Technologie wird das Advanced Driving Simulation Center zudem eine wichtige Rolle bei der Entwicklung von Fahrerassistenzsystemen bis hin zu autonomen Fahrzeugen spielen.
