Die Jahrespressekonferenz der Porsche Holding Salzburg war seit Wochen für den Vormittag des 18. Dezember angesetzt – beim dichten Terminplan von Vorstandssprecher Dr. Hans Peter Schützinger geht das gar nicht anders. Dass exakt zur gleichen Zeit Mag. Thomas Herndl, Markenleiter von Volkswagen, mit Stefan Hutschinski, dem Obmann des Vereins Österreichischer VW Audi Seat Škoda Betriebe (VASS), konferieren würde, war damals noch nicht fixiert.

Doch Herndl informierte Hutschinski über die Hintergründe der Kündigung des Agenturvertrags für sämtliche österreichischen VW-Händler, die diese am 18. Dezember auf elektronischem Wege zugestellt erhielten. Nach einer 12-monatigen Kündigungsfrist endet das Experiment mit der „unechten Agentur“ bei den Elektroautos; auch hier wird mit 1. Jänner 2026 wieder auf jenes Vertriebssystem umgestellt, das bis 2020 galt (und bei VW-Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor noch immer in Kraft ist). Bei den leichten Nutzfahrzeugen (sprich beim ID. Buzz) ist die Änderung aufgrund der kürzen Kündigungsfrist von 3 Monaten schon mit 1. April 2025 wirksam.

Hutschinski ist nicht erfreut, da das System den Händlern bessere Ertragschancen geboten hat bzw. noch ein Jahr lang bieten wird. Und Herndl spricht von einem notwendigen Schritt – mit dem Ziel, weiterhin gemeinsam zukunftsfähig zu sein.

Bei der Jahrespressekonferenz war diese Kündigung kein Thema – zumindest nicht vor Publikum: Hans Peter Schützinger bestätigte diese jedoch im Vier-Augen-Gespräch nach dem offiziellen Ende der Veranstaltung. Für die kommenden 12 Monate ist er einigermaßen zuversichtlich, zumal die Zahl der Kaufanträge bei den Konzernmarken schon im 2. Halbjahr wieder deutlich gestiegen ist: Das kommende Jahr werde in Österreich – wie 2024 – mit 250.000 bis 255.000 Neuzulassungen abschließen.

Alle Details zu diesen beiden Themen lesen Abonnenten in der „AUTO-Information“ 2751 vom 20. Dezember.