Die Transformation der Automobilbranche war ein zentrales Thema des Branchentreffs – mit klaren Bekenntnissen zur E-Mobilität, aber auch mit kritischen Hinweisen auf offene Baustellen. Günther Kerle, Sprecher der Automobilimporteure, betonte im Podiumsgespräch mit Philipp Wieser (AustriaTech) und Markus Wildeis (Stellantis Österreich), dass die Richtung klar sei: „Es gibt eine eindeutige Tendenz in Richtung E-Mobilität.“ Gleichzeitig verwies er auf bestehende Herausforderungen. Für Wildeis ist die aktuelle Lage ein entscheidender Moment für Europas Industrie. Die europäische Autoindustrie dürfe nicht riskieren, wichtige Entwicklungen zu verschlafen und am Ende ein „Nokia-Schicksal“ zu erleiden. Wieser von AustriaTech verwies auf positive Entwicklungen bei Neuzulassungen und Infrastruktur, zudem sieht er in der Debatte rund um die E-Mobilität mittlerweile deutlich weniger Emotionalität.

Innovation und autonomes Fahren

Auch im Industrie-Panel war man sich einig, dass die Transformation in vollem Gange ist. Stefan Rohringer von Infineon brachte es auf den Punkt: „Der Hebel, den wir in Europa haben, ist Innovation.“ Zugleich wurde betont, dass Technologieoffenheit zwar wichtig, aber teuer sei. Markus Tomaschitz von AVL List sagte dazu: „Technologieoffen zu sein, bedeutet auch, dass man in verschiedene Richtungen -entwickeln muss. Das ist eine Kostenfrage.“ 

Zum Abschluss ging es um die Koralmbahn und um Projekte zum autonomen Fahren, die im Zuge der Koralmbahn-Eröffnung ebenfalls ausgebaut werden sollen.