Die in Israel beheimatete Importeursgesellschaft scheint vom Start weg Nägel mit Köpfen machen zu wollen: Die 17 Handelspunkte, mit denen Jaecoo/Omoda zwischen Burgenland und Tirol starten, sind ebenso eine Ansage in diese Richtung wie die Preispolitik für die beiden Modelle: So startet der Omoda 5 HEV bei 26.490 Euro, der größere SUV Jaecoo 7 PHEV ab 35.990 Euro, beide zu diesen Preisen bereits gut bis komplett ausgestattet. Es gibt noch je 1 höhere Ausstattungsvariante.

Multipolare Weltordnung
Es ist das erste "Auslands-Engagement" des Importeurs, der am Heimatmarkt Israel für 20 Prozent der Neuzulassungen verantwortlich zeichnet und der in Österreich auf erfahrenes Management und heimische Kooperationspartner setzt. Lars Pauly, der langjährig im Daimler-Konzern und zuletzt für BYD Deutschland tätig war, ist CEO für Österreich, seinen Sales-Direktor Wolfgang Kugler kennt die österreichische Branche aus seiner Zeit bei Steyr Motors und vorher bei Pappas.

Unter den 9(!) Händlern, mit denen die beiden Marken aus dem chinesischen Chery-Konzern an den Start gehen, sind große Händlergruppen wie Sonnleiter und Ebner. Wolfgang und Max Sonnleitner erzählten beim Launch-Event entspannt von einer Zusammenarbeit "ohne Hersteller-Allüren" und hegen – nicht zuletzt wegen erfolgreicher Entwicklungen in anderen Märkten – große Erwartungen.

Wem die Konstellation aus chinesischem Hersteller, israelischem Importeur und österreichischem Automarkt ein wenig exotisch vorkommt, dem sei das Fazit von Frank Sieren nahegelegt. Der Autor und China-Spezialist sah in seiner Keynote ein mögliches Beispiel dafür, wie eine neue, multipolare Weltordnung funktionieren könne. 

Schnelles Wachstum
Omoda/Jaecoo zählen zu den am schnellsten wachsenden Automobilmarken weltweit und fokussieren sich auf so genannte Crossover-Modelle und SUV, von denen mittlerweile über 500.000 Stück in nunmehr 42 Märkten abgesetzt wurden. Der Chery-Konzern ist nach Eigendefinition der größte Auto-Exporteur Chinas mit mehr als 100.000 Mitarbeitern. In Deutschland betreibt der Konzern ein Forschungs- und Entwicklungszentrum, ein zweites in Europa ist geplant.

Zum Österreich-Start sind zwei Modelle in drei Antriebsvarianten (Vollhybrid, Plug-in-Hybrid und Benziner) und je zwei Ausstattungen bestellbar, ein rein elektrischer Antrieb soll erst später verfügbar sein. Auch das Händlernetz soll weiter sukzessive ausgebaut werden, betont Colmobil.