"Achtung – Ihr Spritfresser ist tödlich – wir haben an einem oder mehreren ihrer Reifen die Luft abgelassen“, schreiben sie technisch Widersinniges in ihr „Manifest“, das sie betroffenen Fahrzeugen unter die Scheibenwischer klemmen.

Besonders SUVs scheinen der Gruppe die Zornesröte ins Gesicht zu treiben: „Die Autokonzerne versuchen uns davon zu überzeugen, dass wir große Autos brauchen. Aber SUVs und Geländewagen sind eine Katastrophe für unser Klima.“ SUVs seien die „zweitgrößte Ursache für den weltweiten CO2-Anstieg in den letzten 10 Jahren“, behaupten sie im Begleitschreiben zu ihrem teils verkehrsgefährdenden Treiben, das die Mutter eines 3-jährigen Kindes mit einem Unglück zu spüren bekam.

Während die Gruppe ihr Handeln als unvermeidlich bezeichnet und mit „uns schon in naher Zukunft“ ereilenden Weltuntergangsszenarien rechtfertigt, scheinen ihr technisches Wissen und ihre kognitiven Fähigkeiten eher eingeschränkt zu sein. Wie wäre es sonst möglich gewesen, dass sie ihren Frust auch an einem rein elektrisch betriebenen Pkw, dessen Batterie noch dazu während der Aktion gerade mit Strom geladen wurde, auslassen?

Klare Wertungen und Empfehlungen für die Geschädigten haben die Luft-Auslasser genug parat: SUVs seien „unnötig und reine Eitelkeit“. Die Betroffenen würden „keine Schwierigkeiten haben, sich ohne ihren Spritfresser fortzubewegen, sei es zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln“.

Stellt sich nicht nur die Frage, was die selbsternannten Sheriffs berechtigt, anderen die Art ihrer Mobilität vorzuschreiben, sondern auch wie die Extinguishers zu ihrer Nacht- und Nebelaktion angereist sind? Vielleicht mit dem Fahrrad, E-Bike oder einem Bus mit Pneus? Unsere Empfehlung: Hört’s bitte auf damit, denn es gibt auch Fahrrad- und E-Bike-Hasser – die vielleicht einmal Euren Fortbewegungsmitteln die Luft auslassen könnten!

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