Seit 1967 findet die CES in den USA statt, anfangs als reine Unterhaltungselektronik-Messe für Konsumenten. Dort vorgestellt wurden etwa der Videorecorder (1970), der Walkman (1979) oder der Game Boy (1989). Seit einigen Jahren tummelt sich auch die Automotive-Branche auf der CES, was von eingefleischten Benzinbrüdern anfangs mit Naserümpfen bedacht wurde.
Im Jahr 2025 ist es ganz normal, dass BMW sein neues Head-Up-Display-System, welches sich quer über die komplette Breite der Windschutzscheibe erstreckt, auf der CES in Las Vegas vorstellte. Das HUD ist Teil des neuen iDrive-Bedienkonzepts, welches auf einem neuen Betriebssystem, dem Operating System X, basiert.
Die Bayern sind längst nicht der einzige OEM auf der Messe: Hyundai zeigt ebenfalls ein „holografisches Display“ in voller Windschutzscheibenbreite, Honda präsentiert mit der „Serie 0“ zwei EV-Prototypen und will das Innere des Autos gemeinsam mit Sony „game-ifizieren“.
Akio Toyoda, Toyotas Aufsichtsratsvorsitzender, präsentierte Fortschritte bei der „Woven City“ und kündigte eine Kooperation mit Chiphersteller Nvidia zur Steuerung autonom fahrender Autos an. Der VW-Konzern ist mit Scout vertreten, präsentiert wird die neue In-Car-Satellitenverbindung. Suzuki zeigt eine autonome EV-Plattform für Kleinwagen.
Auch die Zulieferer sind präsent - Valeo etwa zeigt zusammen mit Amazon digitale Tools für die Entwicklung künftiger Automodelle. Continental zeigt einen Projektor für die Seitenscheiben. Bosch setzt auf Künstliche Intelligenz und zeigt softwarebasierte Lösungen „für die Zukunft der Mobilität“, wie Dr. Tanja Rückert, Geschäftsführerin auf der Pressekonferenz sagte.
