Der Kostenanstieg bei der Fahrzeugreparatur hat sich auch 2025 ungebrochen fortgesetzt und erreichte im vergangenen Jahr mit 764 Euro eine neue Höchstmarke.
„Die Entwicklung bestätigt unsere Erwartungen", kommentiert Dr. Marcus Söldner, Vorstandsvorsitzender der CarGarantie, die Auswertung. "Schon in den vergangenen Jahren war absehbar, dass sich die Reparaturkosten aufgrund der globalen Lage und der immer komplexer werdenden Fahrzeugtechnologie weiter erhöhen würden."
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Kostentreiber elektrische Anlage
Während bei den Gebrauchtwagen der Motor die kostenintensivste Baugruppe bleibt (Anteil an der gesamten Schadenregulierungsssumme liegt bei 24,2 Prozent), hat bei den Neuwagen hier die elektrische Anlage die Spitzenposition eingenommen: 19,3 % der gesamten Schadenssumme entfallen auf diese Baugruppe, auf den Motor 16,9 %. Sowohl bei Neu- als auch Gebrauchtwagen ist die elektrische Anlage die defektanfälligste Baugruppe: Bei Gebrauchten liegt die Schadenhäufigkeit bei 23,2 %, bei Neuwagen bei 28,8 Prozent.
- Für Ergebnisse im Detail siehe Infografiken
Dazu schreibt CarGarantie: "Die zunehmende Anfälligkeit elektrischer Systeme bestätigt damit die bereits in den Vorjahren prognostizierte Entwicklung. Mit wachsender Komplexität steigen sowohl die Reparaturintensität als auch die Wahrscheinlichkeit von Defekten."
Weitere Eckdaten aus der Auswertung:
- Zeitpunkt des Schadeneintritts bleibt stabil – 27,5 % Schadensfälle bei Gebrauchtwagen treten innerhalb der ersten 5.000 Kilometer auf.
- 20 Prozent der Schadenfälle bei Gebrauchten treten nach mehr als 25.000 Kilometern auf.
- Die Kraftstoffanlage inklusive Turbolader liegt mit 17,6 % Schadenhäufigkeit bei Gebrauchten auf Platz 2, bei Neuwagen mit 10,8 % auf Platz 3.
"Eine baldige Entspannung ist derzeit nicht in Sicht", so Söldner abschließend. "Umso wichtiger ist eine konsequente Absicherung gegen diese Risiken – sowohl für den Handel als auch für die Endkundinnen und Endkunden."
