So schloss sich kürzlich die eFuel-Alliance Österreich jenen an, welche die Überprüfung der europäischen Flottenziele bereits im Jahr 2025 – und nicht erst wie geplant, 2026 – sehen wollen. Die hauptsächlich vom Treibstoffsektor getragene Lobby-Organisation warnt vor einer „Kernschmelze der europäischen Automobilindustrie“ und will so schnell wie möglich Rechtssicherheit für den Einsatz synthetischer Treibstoffe in Verbrenner-Pkw.

Klimaschutzorganisationen wie Global2000 sprechen sich klar gegen „Scheinlösungen wie E-Fuels für Pkw“ aus und kritisieren solche Ansätze etwa im Wahlprogramm der ÖVP.

Renaissance des Range Extender?
Als möglichen "Rettungsanker für die europäische Automobilindustrie" bringt das Vorarlberger Unternehmen Obrist Group die Technologie des Range Extenders (REX) wieder in die Diskussion ein.

„Wir bieten Lizenzen und Know-how für Autohersteller und Zulieferer an, die mit Range Extendern den gordischen Knoten im Konflikt zwischen Elektro­mobilität und Verbrennungsmotor durchschlagen wollen“, sagt Firmengründer Frank Obrist. Man spreche mit "vielen namhaften deutschen Autoherstellern".

In der Gemengelage aus drohenden CO2-Strafzahlungen und stagnierenden Absätzen von E-Fahrzeugen sieht man bei Obrist allerdings gar einen „Königsweg“ durch das als HyperHybrid bezeichnete Konzept, welches in verschiedenen Iterationen seit Jahren propagiert wird, es bisher allerdings nicht in die Serienfertigung schaffte.

REX-Fahrzeugen der Vergangenheit – etwa dem BMW i3 REX (2013) oder dem Opel Ampera bzw. Chevrolet Volt (2012) – waren keine großen Verkaufserfolge beschieden, von Testern bemängelt wurden u.a. geringe Leistung bei schlechter Effizienz.