Die Uscale GmbH erstellt Studien zum Thema Elektromobilität, im speziellen zur "Customer Journey". Die "EV-After-Sales-Studie" aus dem April 2024 hat sich Veränderungen im After-Sales-Prozess aus Sicht der Elektroautofahrer vorgenommen. Einige Erkenntnisse aus der Studie:

Während sich nur sehr wenige Benziner-Kunden erwarten, dass sie ihr Auto vollgetankt aus der Werkstatt zurückbekommen, erwartet sich ein Drittel der E-Autofahrer, dass die Batterie dort geladen wird.

Aber es gibt auch gute Nachrichten aus Werkstättensicht: So seien Reparaturen bei den Stromern anspruchsvoller und dauerten länger. Und: Fast ein Viertel der E-Autofahrer mussten zur Behebung eines technischen Defekts in die Werkstatt, bei den Verbrennern lag dieser Wert im Vergleich nur bei 9 Prozent. Von Rückrufen waren 19 Prozent der E-Mobilisten betroffen, bei der Hubkolbenfraktion lediglich fünf Prozent. Dafür erwiesen sich E-Autos als pannensicherer (11 Prozent der Befragten brauchten in den vergangenen 12 Monaten einen Pannendienst) als Fahrzeuge mit Verbrennungskraftmaschinen (19 Prozent).

Nicht von Uscale erhoben, aber durchaus an dieser Stelle erwähnenswert sind die durchwegs höheren Stundensätze, welche Werkstätten bereits heute für Services an E-Autos abrufen. So ergibt ein Lokalaugenschein bei einem großen Wiener Marken-Autohaus für E-Fahrzeuge einen Inklusivstundensatz von 289 Euro, während vergleichbare Verbrenner ab 198 Euro pro Stunde repariert werden.

Wer das Geschäft mit den E-Mobilisten machen möchte, sollte sich jedenfalls auf die Erwartungen dieser Zielgruppe einstellen (wie beim Laden, siehe oben). E-Autokunden möchten laut Uscale-Erhebung deutlich öfter digital einen Werkstatt-Termin buchen (61 gegenüber 44 Prozent), und sie erwarten sich zu 73 Prozent, dass der Ersatzwagen ebenfalls ein Stromer ist.