Das Erstaunen war groß, als am 5. April von Seiten der ACEA eine Meldung verschickt wurde, wonach Ford seine bisherigen Pläne zur Einführung eines Agenturmodells in Europa stoppen würde. Als Grund dafür hieß es, dass man nach dem ersten Jahr im Pilotmarkt Niederlande festgestellt habe, dass 90 Prozent der Kunden die Suche nach einem neuen Auto (also die berühmte „Customer Journey“) zwar online beginnen, den Autokauf aber letztendlich physisch abschließen. Das bedeutet, dass digitale Kanäle in der Anfangsphase zwar eine entscheidende Rolle spielen, das physische Händlererlebnis jedoch weiterhin entscheidend für den Abschluss von Transaktionen ist.

Ein offizielles Statement seitens Ford of Europe zur ACEA-Meldung gibt es nicht und auch beim Importeur in Österreich möchte man die europäischen Meldungen nicht weiter kommentieren. Nur so viel: „Für den DACH-Cluster und somit auch für Österreich ändert sich nichts. Die neuen einheitlichen Verträge für Österreich, Deutschland und die Schweiz, die wir in den vergangenen eineinhalb Jahren gemeinsam mit den DACH-Händlervertretern verhandelt haben, sind in Finalisierung und treten wie geplant per 1. April 2025 in Kraft. Alle Händler mit unterschriebener Absichtserklärung wurden über die Eckpunkte der zukünftigen Verträge in einer Regionalkonferenz Ende Februar in Salzburg bereits informiert.“

Die bisherigen Ford-Verträge waren am 20. März 2023 mit Wirkung vom 31. März 2025 gekündigt worden.