Der Elektroauto-Hersteller Fisker steckt in einer Krise. Wie bereits berichtet, sucht der Autobauer nach einem strategischen Partner, um auch in Zukunft Fahrzeuge herstellen zu können. Als großer Name wurde hier Nissan ins Spiel gebracht. Wie das deutsche Branchenmagazin „Automobilwoche” berichtet, sollen diese Verhandlungen mit Nissan nun aber gescheitert sein.
Offizielle Bestätigung von Fisker oder Nissan gibt es nicht. Allerdings hat das Scheitern der Gespräche bereits jetzt Folgen für den Autobauer. Der Handel der Aktien wurde ausgesetzt, der Kurs lag bereits unter der kritischen Schwelle von einem Dollar. Zudem ist die Finanzierungszusage des polnischen Investmentfonds CVI gefährdet, die an einen Erfolg der Gespräche mit Nissan geknüpft war. Fisker will nun weitere „strategische Optionen” prüfen.
Aufbau des Händlernetzes geht weiter
Trotz aktueller Berichte über eine bevorstehende Insolvenz und trotz des Produktionsstopps des Modells „Ocean“ bei Magna in Graz arbeite das Fisker-Team in Österreich weiter am Ausbau des Händlernetzes, sagt Country Director Austria Georg R. Staudinger gegenüber AUTO&Wirtschaft. „Wir haben gerade mit der Sonnleitner-Gruppe einen wichtigen Handelspartner gewonnen und werden nach Ostern eine weitere wichtige Kooperation bekannt geben.“
Auch Auslieferungen fänden weiter statt, es seien gute Lagerbestände vorhanden, die nunmehr abgebaut würden. Produktionsstopps gebe es auch bei anderen Herstellern in der aktuell schwierigen Absatzsituation bei Elektrofahrzeugen.
Staudinger glaube „selbstverständlich“ daran, dass die Produktion wieder aufgenommen werde. Derzeit seien in Österreich etwa 370 Fisker Ocean auf den Straßen, am Standort Simmering seien zuletzt 40 bis 50 Autos pro Monat ausgeliefert worden. Der vorhandenen Verunsicherung bei Kunden „begegnen wir mit Überzeugung“, so Staudinger.
