Das erinnert uns fatal an die ersten Monate der Pandemie vor 4 Jahren, wo jedes Zeichen an Öffnung beklatscht wurde. Oder, etwas länger her: Denken wir an die Wirtschaftskrise ab Herbst 2008, wo wir uns an jedes noch so kleine Prozentpünktchen von Aufschwung geklammert haben. Dass uns die Bundesregierung (wie damals) mit einer Abwrackprämie helfen wird, ist in Zeiten einer grünen Verkehrsministerin jedoch auszuschließen.
Daher müssen wir uns selbst helfen. Im Moment sieht es ohnehin ein bisschen so aus, als könnten die düsteren Monate der Ungewissheit vorbei sein: Immer mehr Autohändler berichten, dass die Kunden nun wieder verstärkt in die Schauräume kommen. Nicht in Scharen, doch mehr als noch vor ein paar Wochen. Die Werbekampagnen der Importeure zeigen Wirkung, und man darf auch nicht vergessen, dass der Fahrzeugbestand seit dem Ausbruch von COVID rapid gealtert ist und ein gewisser Nachholbedarf besteht.
Diese Kunden anzusprechen, ist wichtiger denn je! Jeder Händler kennt sie (so zumindest meine Hoffnung), und jeder Neuwagenkauf hat den angenehmen Nebeneffekt, dass dann im Idealfall auch ein zusätzlicher Gebrauchtwagen auf dem Platz steht, den man absetzen (und weitere Kunden anlocken) kann.
Auch wenn es nicht immer zum Ziel führt: Nun heißt es für die Händler und Verkäufer wieder verstärkt zu telefonieren, die Kunden bei jeder nur erdenklichen Gelegenheit (ja, auch am Stammtisch oder Fußballplatz) anzusprechen. Nur ein verkauftes Auto ist ein gutes Auto! Eines, das irgendwo auf Halde steht, kostet nur Geld und bringt keinerlei Ertrag.
Lassen wir diese Hoffnung nicht erlöschen: Es reicht, wenn uns in den vergangenen 4 Jahren seit Ausbruch der Corona-Krise und der darauffolgenden Lieferprobleme mehr als eine Viertelmillion Neuwagen entgangen sind, die langfristig in den Werkstätten fehlen!
