Automobilhändler können dank komplizierter Vergütungssysteme oft nicht mehr im Vorhinein kalkulieren, sondern nur abschätzen, wieviel sie am einzelnen Neuwagen verdienen werden.
Die Tatsache, dass in den letzten Jahren in Österreich weniger Pkw neu zugelassen wurden, könnte sich da als Vorteil und Chance für eine gute Werkstatt erweisen: Wenn damit nicht kostendeckend kalkulierte Garantiearbeiten entfallen, deren Entlohnung der Hersteller oft von der sklavischen Einhaltung von ihm verordneter Abläufe abhängig macht. Das spielt in der Werkstatt Kapazität frei für Arbeiten, die faire Vergütung „einspielen“.
Mit systematischer, konsequenter Fehlersuche, konstanter Problemlösungskompetenz und Arbeitsqualität durch permanente Mitarbeiterschulung, Upgrades, möglichst breitem Know-how sowie zufriedenen Kunden, die Mundpropaganda machen. Egal welcher Antrieb – Verbrenner, Strom oder Wasserstoff: Beim Kunden zählt außer richtigem Umgang ausschließlich das Können, das neben guter Ausbildung und Erfahrung einschließt.
Neue Geschäftsfelder wie Young- oder Oldtimer lassen sich erschließen, wenn die Voraussetzungen stimmen: Wer ältere Fahrzeuge repariert, kennt idealerweise deren Technik und sofern deren Hersteller dafür keine Ersatzteile mehr anbietet, alternative Teilequellen mit entsprechend guter Qualität auf Erstausrüsterniveau.
Zusatzumsatz mit dem Service an E-Fahrzeugen kann die Werkstatt erzielen, deren Mitarbeiter Hochvolt-Schulungen absolviert haben. Das beginnt schon mit dem Wechsel der 12V-Starterbatterie. Die startet auch das Hochvoltsystem und macht damit erst das Laden der Fahrbatterie möglich.
Die Kenntnis der technischen Zusammenhänge wird auch bei den ab 6. Juli 2024 aufgrund der EU-Typgenehmigung in den Fahrzeugen eingebauten zahlreichen Assistenzsystemen – vom Alko-Lock bis zum Unfalldatenschreiber – entscheidend sein.
Mitarbeiter mit Verständnis und Hintergrundwissen über neue – wie alte – Technik werden in Kfz-Betrieben also gefragter denn je, weil entscheidend für die Zukunft sein. Denn Kunden, deren Probleme mit dem Fahrzeug die Werkstatt nicht lösen kann, gehen zu den Betrieben, die das können. Einmal weg, kommt diese Kunde vermutlich nie wieder.
„Erträge sichern, Zukunft gestalten“ so lautet das Motto des A&W WERKSTATT-FORUMS am 29. Februar im Wiener Allianz Stadion. Seien Sie dabei: www.werkstattforum.at
Der A&W-Verlag bildet ein breites Meinungsspektrum ab. Kommentare müssen nicht der Meinung des Verlages entsprechen.
