Wieder einmal ist der „Elektro-Hype“ endlich vorbei, muss ich dieser Tage wahrnehmen. Außerhalb Europas habe man sich längst vom Stromauto abgewandt, wie ich auf einer Konferenz erfahre, die setzen jetzt alle auf Öko-Benzin oder sowas ähnliches.

Dazu kriegt Tesla-Boss Elon Musk überraschend Ärger wegen seiner Milliarden-Apanage, wer kauft da noch das „Modell Warum“ (wie ein Kollege schamlos zum weltweit meistverkauften Auto 2023 zu sagen pflegt)? Und sind schon die neuen E-Autos eher schwer an die early majority zu bringen, gilt das umso mehr für die viel zu teuren Gebraucht-EV mit ihren rekord-unverdächtigen Reichweiten.

Es musste ja so kommen, nicken die alten weis(s)en Männer in meinen sozialen Feeds, und fordern weiter Handelsschranken gegen China-Importe. Ihr Held: Der oberösterreichische Landeshauptmann, der unlängst mit einer geschickten Volte das drohende Schicksal abwehrte, Fahrzeuge einer chinesischen Marke in den Dienst des Landes ob der Enns stellen zu müssen. Ein Kampf gegen Windmühlen, könnte man meinen, bei dem der freiheitliche Verkehrslandesrat den Sancho Pansa gab – wobei unklar ist, wer da wem den Steigbügel hält.

Ja, von außen kommt nicht nur Gutes: Die Bewohner der französischen Hauptstadt haben zugestimmt, dass von auswärts kommenden SUV-Fahrern fürs Parken künftig das Dreifache abgeknöpft wird. Das kratzt mich zwar ebenso wenig wie jene 94 Prozent der Pariser, die nicht mitgestimmt haben. Ich frage mich aber, wie der Wiener in dieser Frage entscheiden würde. Wenn es die an Mehreinnahmen stets interessierten Parkraumbewirtschaftungs-Strategen im Rathaus geschickt formulieren, ließe sich mit „de Suff von de Auswärtigen“ sicher ein mehrheitsfähiges Feindbild zeichnen, solange das Parkpickerl um zehn Euro pro Monat den eigenen „Stadtpanzer“ vor solchen Anwandlungen schützt.