Der Händler-Trend-Barometer Österreich wird von puls Marktforschung in Kooperation mit Santander Consumer Bank sowie AUTO & Wirtschaft quartalsweise durchgeführt. Nach dem 2. Quartal 2023 (20. Welle) wurden die Markenhändler nach den Veränderungen im Kaufverhalten der Privatkunden in Relation zum Vorjahresvergleichszeitrum (Q2/2022) befragt. Wenig überraschend beobachtet eine überwiegende Mehrheit der Händler eine sinkende Nachfrage bei Privatkunden.
So bestätigen 85% der befragten Betriebe die Aussage, dass Privatkunden beim Fahrzeugkauf zurückhaltender sind. Die Aussage „Kunden verschieben eher den Fahrzeugkauf und fahren ihr aktuelles Auto weiter“ trifft ebenfalls bei 85 % der Befragten (sehr stark) zu. 73 % stellen fest, dass weniger Kunden ins Autohaus kommen.
Dass Kunden auf günstigere Modelle oder günstiger Fahrzeugklasse umsteigen, trifft bei der Hälfte der Händler zu, bei fast einem Viertel trifft das (gar) nicht zu. Der Umstieg auf einen Gebrauchtwagen findet nur mehr bei 37 % der interviewten Unternehmer statt. Einen Verzicht auf Ausstattungsdetails stellen nur 21 % der Händler fest, bei 55 % ist das nicht der Fall.
Autos zu teuer
Die Aussage „Privatkunden empfinden die aktuellen Fahrzeugpreise als zu teuer“, bestätigen 85 % der befragten Betriebe bei der Frage nach den Gründen für die Zurückhaltung. Für 74 % trifft der Satz „Privatkunden sind hinsichtlich der Finanzierungskosten verunsichert“, zu. Und 67 % meinen: „Privatkunden können sich ein neues Fahrzeug oft nicht mehr leisten“. 50 % sehen schließlich die Verunsicherung der Konsumenten hinsichtlich der Antriebssysteme als entscheidend.
Bei der Aussage „Privatkunden sind verunsichert, weil ihr gewünschtes Fahrzeug bzw. der Antrieb nicht mehr angeboten wird.“ sind zutreffende und nicht zutreffende Meinungen eher ausgeglichen. Die Verunsicherung aufgrund der Vertriebssysteme trifft beim überwiegenden Teil (56 %) der Betriebe nicht zu.
