Die AutoZum 2023 hatte eine schwere Geburt. Der größte Event der Kfz-Branche musste coronabedingt gleich zweimal verschoben werden. Auf allgemeinen Wunsch (vor allem der Aussteller) wurde ein Termin außerhalb der Corona-gefährdeten Wintersaison geplant. Nachdem Messehallen nicht nur für die AutoZum gebaut wurde, ist daraus der Slot Ende Juni geworden. Gefühlt ist Corona schon lange vorbei, aus damaliger Sicht war die Entscheidung aber richtig. Bei der tatsächlichen Durchführung wurde das natürlich von vielen anders gesehen. „Nachher ist man immer gscheiter“ lautet das Motto und das wird die nächste Veranstaltung wieder in den Jänner bringen. Dass Ende Juni kein guter Termin für die Branchenmesse ist und die erste Hitzewelle des Jahres – trotz kühler Messehallen – nicht förderlich waren, ist klar. Dazu kommt eine nach wie vor gute Auslastung der Werkstätten, die viele Unternehmer noch mehr Mitarbeiter von einem Besuch abgehalten hat. „Im Jänner wären wir mit der ganzen Mannschaft gekommen, diese Mal habe ich gerade den Nachmittag geschafft“, berichtete beispielgebend ein Betreiber einer freien Werkstatt. 

Das Thema Auslastung hat auch den Samstag wieder in die  Diskussion zurückgebracht.: Haben die Betriebe früher – im Jänner – einen Betriebsausflug unter der Woche gemacht (um das Wochenende privat zu lassen), wäre man dieses Mal auslastungsbedingt lieber am Samstag gekommen. Welche Wochentage die Messe im Jänner 2025 bespielt, ist noch nicht fixiert. Hierzu wird der Fachbeirat ebenso tagen wie zu weiteren Themen in der Ausrichtung und Positionierung. 

Dass die Aussteller mit ihren Themen richtig gelegen sind, war an den hochkarätigen Gesprächen an den Ständen zu sehen. Auch wenn es dieses Mal (deutlich) weniger Besucher waren: jene, die gekommen waren, sind zukunftsorientiert und investitionsfreudig. Solche Unternehmer braucht die Branche, denn die Herausforderungen werden nicht weniger. Die aktuell gute Auslastung ist leider etwas trügerisch.

Umso wichtiger ist die Messe für die Branche: Orientierung geben, Lösungen erfahren, Informationen austauschen und Netzwerke pflegen. Die Vielfalt macht es aus, zahlreiche Anbieter, groß wie klein, schaffen den Überblick, den die Betriebe in Zukunft noch viel stärker benötigen. Für das nächste Mal ist mit dem Jänner-Termin (2025) gewährleistet, dass sich wieder deutlich mehr Betriebe und deren Mitarbeiter auf den Weg nach Salzburg machen. Wir sind wieder dabei!

Einen umfassenden Nachbericht werden wir in der Juli-Ausgabe von AUTO & Wirtschaft sowie in weiterer Folge der Rubrik www.autoundwirtschaft.at/autozum veröffentlichen.

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