Im aktuellen OEM-Ranking gewinnt die Mercedes-Benz Group AG den Titel als innovationsstärkster Automobilkonzern und wird als Marke Mercedes-Benz in weiteren 4 Kategorien ausgezeichnet. Mit einem Indexwert von 134 belegt der Stuttgarter Konzern wie zuletzt im Jahr 2019 Rang 1, vor der Volkswagen AG (125) und – mit einigem Abstand – Tesla (87). SAIC (71) als Vorjahres-Fünfter kann sich um einen Platz auf Rang 4 als bester chinesischer Konzern verbessern, vor Geely (70). BMW erreicht nach Platz 4 im Vorjahr dieses Mal Rang 6.

Ein wichtiger Grund für den Erfolg von Mercedes-Benz sei laut CAM die mit knapp 50% höchste Weltneuheitenquote unter den globalen Automobilherstellern. Der Hersteller werde somit seinem Ruf als Pionier der Automobilwelt gerecht. Punkten kann Mercedes-Benz unter anderem im Bereich Elektroantrieb mit dem Mercedes-Benz EQS, der den niedrigsten Verbrauch der BEVs im Segment der Oberklasse aufweist. Im Technologiefeld Connectivity überzeugt Mercedes-Benz mit innovativen Funktionen im Bereich Lichtsysteme und Lenkung, die „over-the-air“ aktualisiert werden können.

Seit 2005 erhebt das CAM unter der Leitung von Prof. Dr. Stefan Bratzel die Produkt-Innovationen von globalen Automobilkonzernen und bewertet diese nach quantitativen und qualitativen Kriterien. Für das Jahr 2021 Jahr hat das CAM die Innovationen von 28 globalen Automobilherstellern und Newcomern mit rund 80 Automobilmarken analysiert. Dabei wurden insgesamt 657 einzelne Innovationen bewertet. Unter diesen befinden sich 179 Weltneuheiten. In die Evaluation flossen Kriterien wie Reifegrad, Originalität, Kundennutzen und Innovationsgrad ein.

„Zwar liegen unter den Konzernen mit Mercedes-Benz und VW zwei deutsche Hersteller vorn und sie führen mit ihren Kernmarken auch viele Technologie-Kategorien an. Aber erstmals kommen zwei chinesische Unternehmen unter die Top-5 der Automobilhersteller. Der Bereich der Elektroantriebe wird unter den Volumenmarken ebenfalls von chinesischen Marken wie BYD oder Maxus auf den ersten drei Plätzen geprägt. Dies sind die neuesten Befunde eines seit Jahren fortschreitenden Aufholprozesses von chinesischen Playern bei der Innovationsstärke. Auch in besonders innovativen Segmenten versuchen inzwischen Newcomer wie Xpeng oder Nio, sich mit den deutschen Marken zu messen und haben Tesla als Vorbild", kommentiert Felix Kuhnert, Automotive Leader bei PwC Deutschland.

Prof. Dr. Stefan Bratzel, Direktor des CAM, sagt: „Neben der Elektromobilität wird ein ständig aktualisierbares Ökosystem von vernetzten Services zu einem zentralen Erfolgsfaktor der Automobilhersteller. Dazu müssen alle etablierten Hersteller ihre Kernkompetenzen in diesen Zukunftsfeldern massiv erweitern und für ein schnelles Time-to-Market strategische Kooperationen mit relevanten Digital-Playern eingehen.“