Demnach wurden im 1. Quartal 2022 insgesamt 32 Unternehmen insolvent (2020: 18 Fälle), ein Plus von 77,8% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Über 15 Betriebe (2020: 7) wurde ein Insolvenzverfahren eröffnet (+114,3%). Gestiegen ist mit 17 Fällen (2020: 11) auch die Zahl mangels Vermögens nicht eröffneter Verfahren (+54,5%).
„Die Insolvenzwelle hat die Branche erreicht. Für die Gläubiger besonders besorgniserregend ist der Zuwachs bei den mangels Vermögen abgewiesenen Insolvenzen. Hier war nicht einmal so viel Geld mehr beim Schuldner vorhanden, dass die Gerichtskosten für die Eröffnung eines ordentlichen Insolvenzverfahrens bezahlt werden konnten. Das heißt, dass diese Unternehmen mit Vollgas gegen die Wand gekracht sind – zum Leidwesen der Lieferanten und Gläubiger. Insolvenzursachen sind sicher der zurückhaltende Konsum infolge der Inflation und der allgemeinen Verunsicherung hinsichtlich der Wirtschaftslage. Die Einführung der CO2-Abgaben wird diesen Trend sicher verschärfen“, kommentiert Mag. Gerhard M. Weinhofer, Geschäftführer Creditreform, das aktuelle Ergebnis der Branchen-Insolvenzstatistik.
