Egal, ob man ein Fan der aktuellen Entwicklung hin zur Elektromobilität ist oder nicht: Fakt ist, dass sie in den kommenden Jahren an Bedeutung gewinnen wird. Und das wird sich natürlich auch im Alltag von Werkstätten widerspiegeln. Das Volumen des regelmäßigen Serviceaufwands wird wohl abnehmen. Das zeigt auch unsere Recherche zu diesem Thema in der aktuellen Ausgabe von AUTO & Wirtschaft. Während die Unterschiede in puncto Arbeitsaufwand laut Herstellern aber gar nicht so gravierend sind, scheint vor allem der Materialwert bei künftigen Serviceleistungen deutlich niedriger zu sein.
Sollte man deswegen als Werkstattbetreiber jetzt den Kopf in den Sand stecken? Nein. Die anstehende Veränderung sollte, wie viele bereits in der Vergangenheit durchgemachte und tiefschürfende Veränderungen der Branche, nicht als Bedrohung gesehen werden. Viel eher kann man die Chance sehen, sich frühzeitig auf die sich verändernden Anforderungen einzustellen und dadurch als Sieger aus dieser Entwicklung hervorzugehen. Denn jeder Wandel birgt immer auch Potenzial. Dieses Potenzial gilt es jetzt zu identifizieren und zu nützen. Der Mobilitätswandel bringt geänderte Kundenbedürfnisse mit sich. Und die wollen auch in Zukunft gestillt werden.
Müssen jetzt also von heute auf morgen große Umstrukturierungsprozesse in Gang gesetzt werden, um nicht unter die Räder zu kommen? Nein. Denn aktuell machen reine Elektrofahrzeuge schließlich noch einen relativ geringen Teil des österreichischen Fahrzeugbestandes aus. Für die Umstellung bleibt also noch Zeit, sie sollte nur nicht auf der Strecke bleiben.
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