Gewidmet ist dieser Text meinem Abschied als Herausgeber im A&W Verlag. Es war mein unbändiger Wunsch, die Wirklichkeit zu begreifen, zu verstehen, manchmal zu erklären und mich immer wieder auf die Suche nach Verbindungen zwischen der Biografie des Automobils und seinem Ergebnis zu machen. Mit Sicherheit war diese Arbeit Teil meines Lebens, alleweil eine komplexe Angelegenheit.
Die Krise in der Automobilität offenbart ein gefährliches Vakuum, zumal die EntscheidungsträgerInnen sowohl auf politischer als auch auf wirtschaftlicher Ebene es bisher verabsäumt haben, nachhaltig vertrauensbildende Maßnahmen zu schaffen.
Hiervon ist die Autowirtschaft nicht ausgenommen. Sie wird sich weiter mit teuren Zugeständnissen mit der Politik arrangieren müssen.
Anhaltende Lockdown-Maßnahmen, die voranschreitende Spaltung der Gesellschaft hinsichtlich der Covid-Schutzimpfung sowie der Vertrauensverlust der Bevölkerung in Institutionen der Republik und der EU lässt eingedenk der wachsenden geopolitischen Spannungen keine spürbare Besserung erwarten.
Also braucht es mehr denn je eine wirksame begleitende Kontrolle durch die Medien. Guter Journalismus kostet, der A&W Verlag leistet sich ihn. Dieser kann vieles, Informationen so aufbereiten, dass sie rasch und effektiv zum User gelangen. Das ist nachhaltig!
Mit Hinterfragen aller mich erreichten Botschaften, mit Recherche, mit Mut auch kritische Fragen zu stellen und deren Antwort hartnäckig einzufordern, habe ich mich über Jahrzehnte bei vielen in der Kfz-Branche bemerkbar machen können und wichtige Zukunftsthemen mit angestoßen.
Jetzt mit 70 Jahren ist es an der Zeit, Platz für neue Denkmuster zu machen. Ich bleibe meinem Verlag aber weiter eng verbunden. Danke, das war’s!
Der A&W-Verlag bildet ein breites Meinungsspektrum ab. Kommentare müssen nicht der Meinung des Verlages entsprechen.
