„Welchen Zeithorizont nennt Ihr Importeur für eine Normalisierung der Lage?“, lautet eine zentrale Frage in der 14. Welle des Händler Trend Barometer Österreich, der quartalsweise von puls Marktforschung in Kooperation mit Santander Consumer Bank GmbH sowie AUTO & Wirtschaft durchgeführt wird. Laut Informationen der Importeure an ihre Händler wird es in der Mehrheit der Fälle noch keine Verbesserung der Liefersituation im Jahr 2022 geben. So haben in der Befragung nach dem 4. Quartal 2021 36% der Markenhändler die Antwortmöglichkeit ‚Länger/erst ab 2023‘ angegeben. 20% erhalten ‚Keine oder nur ungenaue Angaben des Importeurs‘. 17% der interviewten Betriebe geben an, eine Normalisierung bis zum Ende des 4. Quartals in Aussicht gestellt bekommen zu haben, bei 21% soll das bis zum Ende des 3. Quartals der Fall sein.

Rückgänge bei GW und NW jeweils über 30% gegenüber 2019

Analog zu den kürzlich präsentierten Neuzulassungen geben die beim Händler Trend Barometer Österreich interviewten Betrieben einen Rückgang der Neuwagen-Auslieferungen von durchschnittlich 34% gegenüber dem Normaljahr 2019 an.

Der Gebrauchtwagen-Mangel hat bei den beim Händler Trend Barometer Österreich befragten Markenbetriebe einen Auslieferungsrückgang von durchschnittlich 32% gegenüber dem Normaljahr 2019 verursacht. 

84% der interviewte Händler geben daher ‚Neue Zukaufsquellen für Gebrauchtwagen‘ als geplante bzw. bereits umgesetzte Maßnahme als Reaktion auf die Beeinträchtigungen im Neuwagen- und Gebrauchtwagen-Bereich an. ‚Generelle Kosteneinsparungen‘ werden von 68% der interviewten Händler genannten, 60% geben die ‚Inanspruchnahme von Unternehmenshilfen der Regierung‘ an. Kooperationen mit anderen Händlern sind für 57% eine geplante oder bereits umgesetzte Maßnahme, ‚Neue Marken‘ sind es für 28%. 

Im personellen Bereich nennen 37% ‚Provisions- bzw. Gehalts-Stützung bei den Verkäufern‘ als Maßnahme, 31% nutzen weiterhin bzw. verstärkt die Möglichkeit der Kurzarbeit, Personal-Freisetzung ist bei 11% der kontaktierten Marken-Betriebe notwendig.