Speziell von den deutschen Ausstellern hört man immer großes Lob für die österreichische AutoZum: Überschaubar, in einem Tag besuchbar und vor allem: von Werkstätten und Mechanikern sehr gut frequentiert. Unkenrufe kommen eher aus dem eigenen Land, so auch nach der letztlich erfolgreichen, aber nach dem damaligen Management-Wechsel vieldiskutierten AutoZum 2019.
2022 sollte nun eine starke Neuauflage des grundsätzlich sehr guten und erfolgreichen Konzepts werden. Die Vorbereitungen waren vielversprechend: Das neue Organisations-Team hat großes Engagement und Erneuerungs-Willen gezeigt, über den neu gegründete Fachbeirat hat man die Aussteller stärker ins Boot geholt. Ein wichtiger Schritt.
Nun hat man – nach Erst-Initiative einiger Aussteller – gemeinsam beschlossen, die AutoZum 2022 aufgrund der aktuellen Corona-Situation zu verschieben und damit eine schwierige, aber wichtige und richtige Entscheidung getroffen. Eine „schlechte“ Messe, mit reduzierten Ausstellern, weniger Besuchern, schlechter Stimmung und zu wenigen Impulsen hätte die AutoZum nachhaltig gefährdet. Eine eingeschränkte Veranstaltung, mit Maskenpflicht und Frequenzbeschränkung auf den Ständen, hätte verhindert, was dringend nötig ist: eine starke AutoZum, ohne Zweifler.
Freilich fehlt mit der AutoZum im Frühjahr nicht nur ein wichtiger Impuls für den Markt, sondern auch das notwendige Update für die Werkstätten. Schließlich entwickelt sich die Fahrzeug-Technologie mit Digitalisierung, Elektrifizierung und Assistenzsystemen rasant weiter. Eine laufende Fortbildung sowie Investitionen in die Herausforderungen der Zukunft sind dringend notwendig.
Gemeinsam mit den Anbietern werden wir als Fachmedium versuchen, die Werkstätten über die aktuellen Entwicklungen zu informieren: Hier auf www.autoundwirtschaft.at, im Magazin AUTO & Wirtschaft und beim A&W WERKSTATT-FORUM am 1. Juni im Wiener Allianz-Stadion. Bis wir uns 2023 endlich wieder bei der AutoZum in Salzburg treffen.
Der A&W-Verlag bildet ein breites Meinungsspektrum ab. Kommentare müssen nicht der Meinung des Verlages entsprechen.
