Wenn ich Chris Reas "Driving Home for Christmas“ höre, denke ich oft: Ja, das waren noch Zeiten, als man das Autofahren romantisch besungen hat. Heutzutage darf man ja nicht einmal mehr eine Straße unter einem Urwald bauen, außer in Bolsonaros Brasilien, und der gute Chris Rea sollte aus Sicht der Generation Z besser Lieder übers Zugfahren schreiben.

„Riding Home“ hieße das dann, nur zur Info.

Besser geht’s all jenen unter uns, die bereits den Wandel hin zum Elektroantrieb vollzogen haben. So ein Stromauto hat ja das gute Öko-Gewissen serienmäßig eingebaut, und angeblich sind die Stromer nicht nur besser lieferbar, sondern werden auch weiterhin staatlich gefördert.

Weil diese öffentlichen Förderungen für „alternative Alternative“ wie E-Fuels bis dato eher tröpfeln als fließen, hat der Hybrid-Technik-Spezialist Frank Obrist aus Vorarlberg einen Wunschzettel der nicht alltäglichen Art ins Netz gestellt.  "Greta, Didi, Elon" und andere (Finanz-)Mächtige werden darin aufgefordert, sich an der Produktion von eMethanol zu beteiligen, mit der dann Autos wie der von Obrist zum „HyperHybrid“ umgebaute Tesla CO2-negativ betrieben werden können.

Andere verschmähen das süße Staatsgeld offen. Tesla-Chef Elon Musk ließ mit Kritik an Joe Bidens Infrastruktur-Fantastilliarde aufhorchen. Niemand brauche öffentliche Investitionen, die gehörten abgeschafft. Tja, ob Straßen gebaut werden oder nicht, immer gibt’s Mecker. Wie man’s macht, macht man’s falsch.

Förderungen von E-Autos und Ladepunkten lehnt Musk übrigens ebenfalls ab, mit dem unschlagbaren Argument: Bei den Benzintankstellen braucht das auch keiner. Vielleicht baut Tesla ja bald nicht nur eigene Ladestationen für seine Fahrzeuge, sondern auch ein separates Straßennetz.

ABER NICHT UNTER UNSERER LOBAU DRUNTER DURCH, HERR MUSK!!!

Der A&W-Verlag bildet ein breites Meinungsspektrum ab. Kommentare müssen nicht der Meinung des Verlages entsprechen.