Klimaschutz ist medial orchestrierter Demokratiewandel. Machen Sie es doch wie die Friday-for-Future-Bewegung. Sehr junge aggressive Leute dominieren mit ihrem lauten Blablabla die Proteste, um die Politik einzuschüchtern.

Das schaffen Sie doch auch, um Intellekt und Wirtschaftsleistung nicht gänzlich untergehen zu lassen. Die Qualität der arbeitenden Elite-Werkstätten weiter hochzuhalten ist die Aufgabe. 

Doch in der Realität wirkt es eher so, dass die Aktivisten aller Zuordnungen weniger dem Allgemeinwohl dienlich sind, sondern Forderungen einer (ziemlich lauten) Minderheit formulieren. 

Und was machen die großen Player? Sie unterschreiben in Glasgow gestenreich und ohne rechtliche Konsequenzen ein Gemeinschaftspapier zum Ausstieg aus der Verbrenner-Motorisierung. Ohne gewichtige Autohersteller wie Volkswagen, Toyota oder Stellantis mit an Bord zu haben. Von geeinter maßnahmenkritischer Haltung keine Spur, was wiederum neue Krakeeler auf die Barrikaden treibt. Die dabei schwer in Mitleidenschaft gezogene Basis mit Verkauf und Service bekommt dann den Zorn der Leute ab.

Das ficht Källenius, Diess, Tavares und Konsorten nicht an, ihre eigenen verschriftlichten Versprechen locker zu unterlaufen. Skoda investiert in Ägypten und verräumt seine alten Fabriken dort hin. Dem Klima ist damit nicht geholfen, was am Nil die Masse aber auch kaum interessiert. 

Jeder der Konzernmächtigen hat sein Winkerl auf dieser Welt, um den Aktionären weiter die Renditen zu sichern, währenddessen sich die Kinderchöre ihr Blablabla aus den Kehlen schreien. Das alles geht fulminant an der Klimarealität vorbei.

Dabei könnten Sie als lokale Autohausbetreiber, Werkstätten-Inhaber, Zubehörhändler und Serviceleister auch auf der Straße Ihre Rechte einfordern. Dafür sind sie ja bebaut!

Das tun sie aber nicht. Sie haben nichts dazugelernt. Man kann mit Fug und Recht sagen, sie lassen weiter mit sich geschehen, was von den Konzernspitzen weidlich ausgenützt wird.

Als Branchenbeobachter bleibt einem nur eines: sich fremdzuschämen für die meisten Branchenteilnehmer, die mit Inaktivität die Glaubwürdigkeit der ganzen Zunft beschädigen. Die Mainstream-Medien schreiben weiter den Klimaprotest in Großbuchstaben, die Existenzprobleme des Mittelstandes als Joberhalter in Kleinschrift.

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