Die staatlichen Förderungen etwa wurden durchaus kritisch kommentiert. Der bekannt wortgewaltige Kurt Sigl, Präsident des deutschen Bundesverbands Elektromobilität (BEM), nannte die deutsche Förderpolitik "gaga". Die großen Auto-Hersteller hätten selbst in der Krise gute Gewinne geschrieben, wollten aber Geld vom Staat für Ladeinfrastruktur.
Weniger überraschend, sekundierte Tirols Mobilitätslandesrätin Ingrid Felipe: "Ich bin für ökosoziale Marktwirtschaft und damit für Kostenwahrheit." Nach gewissen Anreizen komme der Punkt, an dem es Restriktionen brauche – etwa um alte Technologie aus dem Verkehr zu ziehen.
Die ganztägige Veranstaltung wurde hybrid – also teils online, teils vor Ort – in zwei Panels abgewickelt; am Vormittag ging es um die "Transformation als Wirtschaftsmotor", am Nachmittag um "Batterie, Wasserstoff oder e-Fuels".
Die gesamte Konferenz kann auf Youtube nachgesehen werden (siehe unten). Am Rande der Konferenz hatten die Elektromobilitätsverbände BEM aus Deutschland, BieM aus Österreich und Swiss eMobility aus der Schweiz eine länderübergreifende Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Unter dem Titel eDACH-2030 erklären die Organisationen darin ihre gemeinsamen Absichten zur Stärkung der Elektromobilität in den deutschsprachigen Ländern.
Einige Beiträge zur BieM4Future 2021 Tirol lesen Sie in der AUTO-Information Nr. 2593 am Fr, 12.11.2021!
