Der Einstieg in die CO2-Bepreisung ist dick in Watte gepackt. Während die Politik die Menschen auf dieser CO2-Bepreisungsrallye mitnehmen will, wissen Realisten, dass rasch die Kostengänge hochgeschaltet werden. Ob dabei noch die Menschen mitgenommen sein wollen?

Realistisch betrachtet zahlen wir letztendlich über die schleichende Steuererhöhung (kalte Progression) die Geschenke der Regierung selber.

Und wenn wir schon bei den politischen Wahrheiten sind: Stellantis, das ist die französisch-dominierte Vielmarkenkonstruktion des Carlos Tavares, die Opel zu Ende spart. Nach Eisenach und Kaiserslautern und ist nun das Wiener Getriebewerk vom Produktionsstopp betroffen. Die Belegschaft muss bis Jahresende in Kurzarbeit. 

In Einschätzung der Extreme darf man davon ausgehen, dass in Aspern den verbliebenen knapp 500 Angestellten 2022 mutmaßlich der letzte Schritt zur endgültigen Schließung bevorsteht.

Aktuell werden in Europa bis zu 50 Prozent weniger Verbrennerautos produziert, weswegen die Chip-Knappheit gar so eine große Rolle mehr spielt. Für die hoch subventionierten und dennoch teuren E-Autos reichen die Elektronikbauteile allemal. Alles andere ist Taktik.

Also reißt man alle konventionellen Produktions- und Vermarktungskapazitäten ab und verdient sich an den Staatssubventionen die Renditen, die wiederum von einer breiten Bevölkerung getragen werden müssen.

Wenn uns in ein paar Jahren eine veritable Wirtschaftskrise aus allen Umweltretter-Träumen reißen wird, die neue Weltmacht China ihre Hegemonieansprüche mit drastischen Maßnahmen durchzusetzen versucht, dann die globalen Versorgungswege unterbrochen sind, werden wir neben Atom- und Kohlestrom wieder diese verruchten Diesel- oder Benzinmotoren brauchen.

Und die heutigen NGO-Menschen, man darf sie inzwischen als „Schattenregierende“ bezeichnen, die sofort jede umweltrelevante Steuerreform als „absolut unzureichend“ kritisieren und „aufs Schärfste“ einen steileren Preispfad nach oben fordern, werden auf sich allein gestellt, morgen an ihre eigene Kostenwahrheit erinnert. Das Hemd ist ihnen dann rasch näher als der Rock. Was nicht zwingend bedeutet, dass diese Spezies ausstirbt.

Viele Nichtregierungsorganisationen (NGO) unterstützen den Aufstieg der Grünen politisch und kulturell, indem sie sich ungefragt zum Wortführer der Werte und Lebensweisen unserer gesamten Generation aufschwingen, die Wählerschaft, die Wirtschaft mit ihren Problemen, ihre Klagen und steigende Wut verächtlich machen. Wie toxisch ist bereits die Meinung rund um unser Klima?

Während diese Zeilen geschrieben wurden, eskalieren in der Kurz-geführten Regierung Auseinandersetzungen, die man zuvor nicht für möglich gehalten hätte. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass die Bilder aus der Klimaverschmutzung uns wie durch ein Brennglas in unsere eigene Zukunft schauen lassen.

In Einschätzung der sich rasch entwickelnden politischen Extreme muss sich aber unsere kleinteilige Wirtschaft behaupten. Wenn wir UnternehmerInnen (= Arbeitgeber) nicht den Mut aufbringen, im gesellschaftlichen Miteinander das feindselige Gegeneinander zu reduzieren, wird es für uns, speziell im Autogeschäft, ungemütlich.

 

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