Unter dem Titel „Evolution oder Revolution?“ gab Rouven Daniel, Vice President für Transmission, Engine und E-Mobility bei Schaeffler auf der Automechanika Digital Plus einen Ausblick, wie rasch und umfassend sich der Antriebswandel im Independent Aftermarket niederschlagen wird.

Während keine Zweifel mehr an der Elektrifizierung der Fahrzeuge bestehe, handle es sich beim IAM um einen klassisch nachgelagerten Sektor zu dem, was die Hersteller machten, so Daniel, der vorrechnete, dass ein Fahrzeug nach dem OE-Lifecycle von 6 bis 8 Jahren durchaus noch bis zu 20 Jahre in der freien Werkstatt für Aufträge sorgen könne.

Zur Geschwindigkeit des Wandels meinte Daniel, aber 2030 würden wohl erst 8% des weltweiten Fuhrparks batterieelektrisch sein. Hybride werden nach Schätzungen bei Schaeffler dann 7% ausmachen. Auch der Blick auf den Antriebsstrang sei Grundlage für strategische Ableitungen. Hier erwartet sich der Zulieferer, dass manuelle Getriebe 2030 nur noch in 34% der Fahrzeuge verbaut sein werden.

Was brauche man in der freien Werkstatt, um in der Zukunft bestehen zu können? "Einen Open Mind für den technologischen Wandel, freien Datenzugriff sowie die richtigen Produkt- und Servicelösungen", schloss Daniel.