Nach derzeitigen deutschen Regierungsplänen soll der Preis pro Tonne CO2 bis 2025 auf 55 Euro steigen. Diess will also weit mehr und brüskiert damit die eigene Kundschaft und nährt ungeniert seinen Aktienkurs auf Kosten von uns Steuerzahlern. Der VW-Boss navigiert sich lachend wie Wahlverlierer Armin Laschet ins Abseits.
Unter Duldung der türkisen ÖVP wird die Edelgrüne Leonore Gewessler zusätzlich motiviert, mit einer nach oben hin offenen CO2-Steuer – aktuell werden 15 Cent Aufschlag bei Benzin und 17 Cent je Liter Diesel diskutiert – die Belastungen weiter nach oben zu treiben.
Die Wahrheit für uns Auto fahrendes Wählervolk wird ab 2022 ernüchternd sein. Klimaschutz dient den Regierenden als Feigenblatt und unsere um den Globus angsterfüllten Kinder sind ihr politisches Kanonenfutter.
Die große schweigende Mehrheit goutiert weiterhin das konventionelle Automobil und bekommt teuer vom Staat subventioniert das E-Auto aufs Auge gedrückt. Koste es, was es wolle. Die Mobilitätswender in den Diensten der Weltretter wollen allerdings jedes Auto von der Straße weghaben.
Die Lage ist ernst, es geht um alles, denn die Steuern werden auf gar keinen Fall sinken.
Indes rufen allen voran die heimischen Diess-Apostel anstelle von Automessen bei uns anfangs Mai 2022 die „Lange Nacht der E-Mobilität“ in den Autohäusern aus. Ob man auf diese Weise den Messeblockierern – die Vienna Auto Schau und auch andere Gemeinschaftsausstellungen im Land sind vorerst Geschichte – ausweichen will, ist zunächst reine Spekulation!
Geht die „Lange Nacht der E-Mobilität“ in die Binsen, kann man „In der langen Nacht der Kirchen“ den Klimarettern und der Autowirtschaft Abbitte tun. Hilft auch das nicht, bleibt Nostalgikern unter uns noch die „Lange Nacht der Museen“, wo wir den Glanzzeiten des konventionellen Automobils nachtrauern können.
Auf Basis der Pandemieauswirkungen und der aktuell darauf fußenden politischen Willkür dürfen wir heuer mit rund 50.000 weniger Pkw-Neuzulassungen rechnen. 250.000 ist wohl das höchste der Gefühle und nächstes Jahr wird sich der Abwärtstrend fortsetzen. Im Gegenzug steigen die Staatsschulden weiter auf Rekordniveau. Also packt die Regierung den sturen Autonutzern die entgehenden Steuerlasten obendrauf.
Die Politik, die viel weiß und wenig handelt, reizt weiterhin die Wirtschaftskraft aus und ignoriert beharrlich die Unternehmerbasis samt ihren Arbeitskräften. Das Grazer KPÖ-Wahlergebnis ist zwar nur ein lokales Ereignis und „Kapitalkommunist“ Putin wird deswegen auch nicht extra für Elke Kahr zur Amtseinführung in die Murstadt reisen, die Protestwähler haben jedoch ein deutliches Signal gesendet.
Ob die PolitikerInnen das wahrhaben wollen? Die handelnden Personen, politisch wie wirtschaftlich, haben den Kompass zum Kompromiss verloren! Geht das so weiter, ist jeder demokratische Diskurs verloren.
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