Erstens: Die moderne Scheuklappe hat nach wie vor ihre Berechtigung. Kaiser Wilhelm II., der gern damit zitiert wird, dass er das Auto als vorübergehende Erscheinung betrachte und an das Pferd glaube, muss heute als Visionär der Mobilität bezeichnet werden, denn: Noch immer übernehmen die Gäule wichtige Transportaufgaben. Werfen Sie nur einen Blick in die Wiener Innenstadt, wo Touristen in schöner Technologieoffenheit frei zwischen Fiakern, Dieseltaxis und batterieelektrischen City-Bussen wählen.
Zweitens: Der Verbrennungsmotor ist unbestritten das beste System für die Apokalypse. Das kann man leicht überprüfen, zum Beispiel in den „Mad Max“-Filmen: Weit und breit nur Verbrennungsmotoren. Nachdem wir die Klima-Kipppunkte nicht mehr aufhalten können und folglich unsere Zukunft in einer dystopischen Eiswüste fristen, sind wir gut beraten, jene Motorentechnologien zu behalten, bei denen 90 Prozent der getankten Energie in Wärme umgewandelt wird.
Drittens: Wenn der Staat schon einmal Geld herausrückt, darf man das nicht verschmähen. Was soll die schwäbische Hausfrau, Sinnbild der Sexiness von Sparsamkeit, von uns denken? Und wem stünde jene Agrarsubvention, welche die Neider immer gehässig als "Dieselprivileg" verunglimpfen, mehr zu als der Melkkuh der Nation? Die Elektro-"Taker" nehmen das Staatsgeld doch auch!
Überhaupt, es gehört mehr gefördert. Zum Beispiel könnte man den Fridays-for-Future-Demos mit einer Prämie gegensteuern, welche an freitags im Klassenzimmer anwesende Schüler ausbezahlt wird. Das wäre doch mal ein Anreizsystem für die Generation Greta: Schule muss sich wieder lohnen. Und zwar finanziell.
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