Für Dudenhöffer verliert der niedergelassene Autohändler rasch an Bedeutung, obwohl ein „Trend weg vom Auto“ aktuell nicht erkennbar sei, ja die Leute weiterhin das Auto liebten, wie Ernst ergänzte.
Festhaltend am fortschreitenden gesellschaftlichen Wandlungsprozess, der allgegenwärtigen Digitalisierung und dem damit zusammenhängenden – Stichwort Onlinevermarktung – veränderten Käuferverhalten wird es laut Ernst in 10 Jahren zu heute eine völlig andere Autohandelskultur geben, also wesentlich weniger Autohändler. Girst wiederum sieht ganz allgemein die Autobranche die nächsten 10 bis 15 Jahre mit dem Klimawandel im Clinch. Was in der Zwischenzeit mit der aktiven Autowirtschaft passiert – die Antwort blieb das Trio dem Publikum im Novomatic-Forum vis-à-vis der Wiener Secession schuldig.
Unter Nennung dreier Transformationsebenen (Prinzip Tesla, Roboterauto-Digitalisierung, Sharing Economy-Digitalisierung) bleibe das Auto wichtig, der Vertrieb hingegen werde revolutioniert. Über vorhersehbare Konsequenzen für die lokale Wirtschaft wurde kein Wort verloren.
Den Umgang mit Robotern zu erlernen hat auch niemand ins Programm aufgenommen. Vielleicht kann uns vor dem flächendeckenden autonomen Fahren der Roboter lehren, mit neuen Technologien auch menschenfreundlich umzugehen? Vielleicht pflanzt man uns bald einen Chip ins Gehirn, um unsere Denkleistung zu optimieren. Fazit: Wir machen uns von neuen Technologien viel zu sehr abhängig. Nach der Entschlüsselung der DNA glauben viele Menschen, sich über die Prozesse der Evolution stellen zu können. Der Umbau der individuellen Mobilität ist das Versuchslabor, an dem sich die Konzerne nach Jahren der Umsatzvöllerei jetzt umso heftiger gesund sparen – zulasten des nachgelagerten Autohandels.
