Beim freien Spiel der Kräfte nach dem Zusammenbruch der Großen Koalition 2008 sind Beschlüsse gefasst wurden, die bis heute mehr als 30 Mrd. € kosten. Nach dem jetzigen Ende der ÖVP-FPÖ-Regierung wiederholt sich das Spiel: 4,8 Mrd. € werden – in kurzsichtiger Parteitaktik – dem ohnehin schwindsüchtigen Steuertopf entnommen.

Sollen Strafzahlungen vermieden werden, wird immer unverfrorener die Klimaziel-Keule von Paris zur Einschränkung der Automobilität ausgepackt. Aber wer sagt denn, dass diese Zielvorgaben realistisch sind?

Wissenschaftler haben berechnet, wie viel Kohlendioxid-Anlagen aus dem Kraftwerks- und Industriesektor, aber auch der Verkehr und Privathaushalte bis 2070 noch ausstoßen werden, wenn die derzeit laufenden Kraftwerke und Anlagen bis zum Ende ihrer Lebenszeit weiterbetrieben werden.

Es werden weitere rund 658 Gigatonnen CO2 freigesetzt. Den größten Anteil hat die Produktion von Elektrizität, orakelt die Wissenschaft. Beweisen muss sie ja nichts und schon gar nichts verantworten. China stößt demnach mit 41 % und 270 Gigatonnen CO2 absolut die größte Menge aus. Die produzieren jedoch „unseren“ Lebensstandard, damit wir ohne Auto weiterzukommen haben.

Geraucht werden darf öffentlich auch nicht mehr. Also müssen sich die Raucher schleunigst ins Private zurückziehen, schließlich braucht der Staat von ihnen doch die 1,4 Mrd. € Steuereinnahmen, und wenn das noch so giftig sein mag. Derweilen geht das Gastgewerbe zugrunde.

Keiner will jedoch den CO2-Ausstoß z.B. der Militärmaschinerie beziffern. Der ist nämlich noch weit schlimmer, zerstört ganze Klimazonen auf unserem Globus. Aber das ist ja weit weg von uns.

Die Politik macht alles, damit unsere Kinder eine Zukunft haben. Welche, fragt sich, wenn man die aktuelle politische Diskussionslage zugrunde legt. Eine die Volkswirtschaft massiv mittragende Autowirtschaft befindet sich im Niedergang. Aber das will (noch) keiner hören. 

Dass wir uns grundlegend ändern müssen, fordern von uns vor allem junge Menschen: Sie schwänzen die Schule und gehen auf die Straße, wenn nicht gerade Ferien sind, wie jetzt.

Ohne Kohle und Atom wird uns die Steckdose keinen Strom mehr geben. Womit laden wir dann unsere Smartphones, speisen unsere Computer für den Widerstand? Mit erneuerbaren Ideen vielleicht!
Manche Gemeinden rufen dramatisierend inzwischen den Klimanotstand aus, kostet nichts, bringt aber auch nichts – reine Symbolpolitik!

Ende September 2019 gibt es einmal Wahlen, dann eine neue Regierung und danach neue Belastungen, schließlich müssen die Wohlfühl-Wahlzuckerl, geboren aus dem „Wechselspiel der Kräfte“, finanziert werden.

Man darf darauf wetten, dass der Autofahrer erneut zur Kassa gebeten wird. •