Was bis vor 30 Jahren hinter dem Eisernen Vorhang Millionen Menschen verboten war, nämlich mit dem Auto zu fahren, wohin man will, steht in unserem ach so freien europäischen Kulturraum auf dem Prüfstand. Kaum jemand realisiert, dass unter dem Vorwand des Klimaschutzes immer ungenierter in unsere Grundrechte eingegriffen wird. Das ohne Rücksicht auf Verluste.

Wenn das so weitergeht, werden die Menschen mit ihren nutzlos gewordenen Autoschlüssel am Schlüsselbund  – wie einst beim Fall des Kommunismus – die PolitikerInnen zunächst sanft aus dem Parlament befördern. Weiter wollen wir gar nicht denken!

Österreichs Politik vollzieht auf ihren Autobahnen eine Vollbremsung. Autofahrer werden brüskiert, dabei wollen sie doch nur der Hitzewelle im eigenen Land entfliehend in die Hitzezentren ans Meer flüchten. Zuhause wird inzwischen das Weltklima gerettet, in der Fremde ist das egal.

Die Landesfürsten reagieren populistisch (die Wahrheit getrauen sie sich erst zu sagen, wenn vieles kaputt sein wird), schikanieren und kassieren dabei immer ungenierter. Das werden sich zunächst die ansonsten so umgarnten Touristen merken und unser Land meiden, wo es geht. Im Winter wird dann wieder mit Bio-gesunden Umweltargumenten um dieselben Touristen geworben, die Monate zuvor noch NOx- und CO2-vergiftend unser Land transitiert haben.

Kaum einer will begreifen, dass das alles nur dazu dient, von der inzwischen veritablen Absatzkrise der Autoindustrie mit Diesel-, Feinstaub und Klimagate – NOx und CO2 nicht vergessen – abzulenken. Nun frage ich mich, was sich ändert, wenn das E-Auto die Lösung zur Verkehrswende sein soll.

Ich darf namentlich den fuchsteufelswilden Autohändler Bernhard Radauer zitieren, der diese Politik von Scheinalternativen so anprangert: „Sperrt bei vollem Lohn diese selbstherrlichen Konzernmanager ein, damit sie nichts weiter mehr anstellen können. Denen ist jeglicher Hausverstand abhanden gekommen.“ Der Steirer mit rund 70 Mitarbeitern an 3 Standorten bekommt genau dieses Politgepolter immer deutlicher zu spüren.

Eine Entwicklung, aus der die Wirtschaftsmächtigen der Welt, federführend die Auto-, Energie- und Lebensmittelindustrie, global konzentriert zu Lasten der Bevölkerung ihre Vorteile ziehen. Der Mensch, ob Arbeitnehmer oder Konsument, zieht die Arschkarte. Indes bauen Politiker weiter Grenzen auf und drangsalieren Mobilitätsnutzer. Wenn das nur nicht ins Auge geht? •