Die Klimadiskussion hat zu einem ferngesteuerten Kinderkreuzzug angestiftet und hunderttausende Arbeitsplätze stehen auf dem Spiel. Ohne Zweifel wird die populistisch orientierte Politik lokal vorhandene, sündhaft teure Ressourcen mit Hüftschussaktionen vernichten.

Und wie reagieren Erwachsene, die ihre Kinder zum Klimaschutz vorausschicken? Sind sie bereit zu verzichten? Zumindest auf dem Papier. Wenn es aber an das eigene Geldbörsel geht, zum Beispiel in Form einer CO2-Steuer, dann schwindet die Begeisterung für den Klimaschutz spürbar.

Jeder spricht von ihr, viele fordern sie, eine CO2-Steuer oder Bepreisung des Klimagases Kohlendioxid. Heute werden mit modernsten, kaum noch Menschenkraft benötigenden Maschinen ganze Landstriche kahl geschlagen und die einst in der Stadt mittels Chip geschützten Sauerstoffspender geopfert, weil sie von Wind und Sturm geschwächt ihren Halt verlieren und Menschenleben gefährden können.

Auf kurze Inlandsflüge zu verzichten, dazu wären drei Viertel der Bevölkerung bereit, weisen Statistiker aus. Wird das Ticket dadurch teurer, dann ist es mit der Zustimmung nicht mehr weit her.

Mit dem Auto auf z. B. Stadtfahrten zu verzichten, klingt populär. Mehrausgaben für Treibstoff zu akzeptieren, weil eine CO2-Abgabe draufkommt – da wird die Zustimmung deutlich geringer.

Weniger Fleisch zugunsten des Klimaschutzes zu konsumieren, findet die Bevölkerung cool. Im Gegenzug deutlich höhere Fleischpreise zu bezahlen, hält jeder 2. Bürger im Land wenig attraktiv.

Puncto CO2-Bepreisung zeigt sich also, dass Worte und Taten vielfach ein gutes Stück auseinander liegen.

Da kaum anzunehmen ist, dass der große Rest der Welt jenseits der EU anteilsmäßig nur annähernd genügsam wird, wie die EU vollmundig propagiert, ist Klimaschutz eine Modeerscheinung wie einst das Waldsterben oder das Ozonloch.

Moderne und am Stand der Technik befindliche umweltgerechte Dieselfahrzeuge werden vom Geist des Klimaschutzes von Pfui-Teufel-EU-Ländern in weniger umweltorientierte ehemalige kommunistische und jetzige EU-Partnerländer getragen und vollbringen in diesen Regimen ungestört ihre Dienste.

Dafür einen hochriskanten Umsturz in der Wirtschaft durchzusetzen, wie ihn die Kinderschattenregierung verstehen will, wird letztlich keine Regierung durchhalten, zitiere ich den ehemaligen Industriellen und Wirtschaftsphilosophen Dipl.-Ing. Dr. Klaus Woltron, insbesondere nicht die Schwachen, die wir um uns erdulden müssen.

Was machen unsere Interessenvertreter? Sie kalmieren und legen sich lautlos der Interimsregierung zu Füßen, wie die drohende Zusatzbelastung Normverbrauchsabgabe zeigt. Dass dabei allein in Österreich rund eine halbe Mio. Arbeitsplätze von der Automobilwirtschaft abhängig sind, verkommt zunächst zur Nebensache. Der Neuwagenverkauf 2019 zeigt jetzt schon hartnäckig auf minus 10 % und auch die Werkstattauslastung lässt zu wünschen übrig. Die Job- und damit Steuer-Erosion ist schleichend wie der Klimawandel und betrifft nahezu alle Branchen. Die Selbstversorgung im Land wurde inzwischen aufgegeben; verzichten wir auch auf die individuelle Mobilität, geben wir unsere zivilgesellschaftlichen Werte gänzlich aus der Hand.

Also kann nur eine Kombination von Verzicht, Stärkung der öffentlichen Verkehrsmittel und neuen Antriebstechnologien (z.B. Wasserstoff!) dem Klimawandel auf die Krücken helfen. Ohne Verbrennungsantriebe wird das allerdings nicht gehen. Die Hoffnung, die bei diesen Gedanken mitschwingt, ist, dass aktuell keine Regierung – auch innerhalb der EU nicht – den Verbrennungsmotor sterben lassen wird. Auch die Damen und Herren (wo sind die KindermanagerInnen) aus den Autokonzernen nicht, denn die Batterien brauchen wir für die lebenswichtigen (!?) E-Scooter, E-Fahrräder und mobilen Kommunikationsgeräte.

PS: Wie kommt nun Kinderkreuzzüglerin Greta Thunberg zur nächsten Klimaschutzkonferenz nach Übersee, wo kein Zug hinführt? Keine Bange: Es werden sich Lobbyisten finden, die von der Zivilluftfahrt verursachte Kohlendioxid-Emissionen auf ein „umweltargumentatorisch“ verträgliches Maß herunterverhandeln. Dann kann Miss Thunberg, die für alle „Friday for Future“-Jugendlichen vorbildlich ein Jahr Schule aussetzt, in sich ruhend ihre weite Flugreise zur dann 24. Weltklimakonferenz antreten und dort ihre von brillanten Redenschreibern beigesteuerten Texte vortragen.

Woltron in der Kronen Zeitung: „In der Haut derjenigen, die heute begeistert all das fordern, was von Schutzpatronin Thunberg geoutet wird, um es konsequenterweise morgen dem beklommenen Bürger aufhalsen zu müssen, möchte ich nicht stecken.“ •