Neben der argentinischen Stadt Cordoba kann seit ein paar Tagen auch die Baleareninsel Ibiza für sich in Anspruch nehmen, mit ihrem Namen einen kollektiven österreichischen Gefühlszustand zu transportieren. „Cordoba“ steht für Triumph und Narrischwer’n, „Ibiza“ für Scham und Neuwählen. Man wird sich überlegen müssen, welche Auswirkungen das hat.
Eventuell droht es außer Mode zu geraten, Sangria aus dem Kübel zu saufen. Das ist zwar irgendwie traurig. Aber die spaßbefreiten Balearenhoteliers wollen eh schon länger auf „Qualitätstourismus“ setzen, buh! Geschieht ihnen ganz recht, dass in Zukunft noch mehr Radfahrer und Wanderer die Inseln fluten werden.
Ich frage mich, ob man bei Seat schon nachdenkt, den sympathischen Kleinwagen mit der seit letzter Woche unrettbar verseuchten Modellbezeichnung hierzulande umzubenennen. Für diesen Fall deponiere ich hiermit „Seat Bodega“ (mein Lieblingswort im Spanischen) als Namensvorschlag.
Indes finden zumindest die Comedians for World Peace, dass diese Schau noch weitergehen muss. Der Countdown auf der verlinkten Website soll neue Videos aus Ibiza ankündigen: Ist am Ende gar was gelaufen mit der „Schoafen“? Wir werden’s leider mit ziemlicher Sicherheit erfahren, in Zeiten von Facebook & Co bleibt nichts im Dunkeln.
Außer vielleicht, ob, wann und wie die angekündigte Steuerreform – inklusive Neuregelung der Kfz-Besteuerung – umgesetzt wird. Anhaltende Ungewissheit als Balearen-Kollateralschaden. Kunden und Händler können ruhig noch ein paar Monate lang weiter rätseln, während ein nur notdürftig regiertes Österreich in den Sommerurlaub abtaucht.
Ibiza soll ja sehr schön sein.
