Wo Sie auch immer Ihre Gedanken ansetzen: Überall warten die Fallstricke der ManagerInnen auf leichtsinnige Unternehmer, die unentwegt für Markentreue und damit verbundenem Verkaufserfolg sorgen, immer öfter zur falschen Zeit und am falschen Ort z. B. in die Automobilzukunft planen.

Währenddessen lenken Kinder unsere Politik und die Konzernlenker sparen im Sog dieser Entwicklung, was das Zeug hält. Dem Aktienwert bedingungslos folgend, werden permanent Produktionslinien gekappt, der für den realen Wirtschaftserfolg nötige Rohstoff-Kunde samt seiner Kaufkraft geht verloren. Doch nicht nur die menschliche Arbeitskraft soll in das Korsett der Künstlichen Intelligenz gezwängt werden, nein, auch die „unbeseelte“ Natur da draußen.

Aktuell vergiftet die moderne Mobilität zu Lande, zu Wasser und in der Luft unser Klima, was das Waldsterben nicht geschafft hat und auch das Ozonloch nicht. 

Geld regiert die Welt. Richtig! Das haben inzwischen wenige in schier unvorstellbaren Summen, das sie fortlaufend der Volksmasse entziehen. Von der Fabrik bis zum „Endverbraucher“ muss alles billiger werden, lautet das Credo der Macher und in der allgemeinen Batteriehysterie heißt der neue Schadstoff bald „Elektrosmog“. Wetten?

Die ganze Welt (ist das wirklich so?) spielt Klimawandel und wir haben „Friday for Future“, an dem Jugendliche unter dem Vorwand des politischen Aktivismus die Schule schwänzen.

Und weil wir schon stänkern. Allen voran die Importorganisationen, die sich für umweltverträgliche Autonutzung einsetzen. Soeben halbiert Autohersteller Ford seine österreichische Importorganisation und steuert künftig aus der Kölner Europazentrale die Vermarktung auch gleich für die Schweiz mit. Nachahmer wird es bald geben, Fiat mit Chrysler auf den Schultern ist so ein Kandidat und auch Mercedes hat ihre neue Landesniederlassung auf „jederzeit Österreich verlassen könnend“ ausgerichtet.

Schreit die Budgetdisziplin, dann gibt es kein Halten mehr. Peugeot ist ein Paradebeispiel dafür: Die akkreditierten Direktoren haben kein Pouvoir mehr, landesorientierte Handlungsvollmachten auszuüben. Entschieden wird in Paris: Für Peugeot, Citroën, DS und neuerdings auch für Opel. Solcherart überflüssig gewordenes Personal wird ausgeschieden. Der Online- und Direktvermarktung wird die Zukunft geredet. Die nächste Zeit zumindest! Interessant sind Reaktionen betroffener Händler: „Für uns ändert sich durch den Verlust der Generalrepräsentanz wenig, es kann nur besser werden. Darauf ein betroffener Landesgeneraldirektor: Die haben – bei allem Protestgeschrei – bislang gutes Geld mit unserer Marke verdient!“ Also ist die Konzernentscheidung wohl richtig.

Dennoch sind zur Wahrung nationaler Gesetze meines Erachtens Landesorganisationen unabdingbar. Dabei fallen mir ohne Wertung sogleich Regionalhändler wie Edelsbrunner oder Leeb (PSA) ein, auch die Denzel- oder Unterberger-Gruppe könnte z.B. die BMW-Niederlassung substituieren. Pappas und AVAG (Mercedes) befinden sich in Lauerstellung und die Renault-Achse Vogl und Sonnleitner drängt sich solchen Überlegungen auf.

Ich wünsche es den Gesetzgebern aus Staat und Konzernen, dass sich die Naturgewalten vor dem Hintergrund der globalen Klimaerwärmung und der sich über die Jahre verzögernden Maßnahmen zur Verhinderung eben dieser Klimaerwärmung an die Paragraphen halten. •