Citroën sei offen für Standortbewerbungen, bestätigt Mag. Christoph Stummvoll, Sprecher des PSA-Konzerns in Österreich.

Wie in AUTO-Information Nr. 2463 vom 29. März 2019 berichtet, hatte das Citroën-Autohaus Radl GmbH/Amstetten ein Insolvenzverfahren am Landesgericht St. Pölten beantragt. Die Passiva betragen rund 2,84 Mio. €.

Am 8. April 2019 wurde die operative Tätigkeit im Autohandel wie in der Werkstatt durch die Schließung des Unternehmens beendet, die Neuwagen hat der Hersteller bereits vor der Insolvenzeröffnung abholen lassen. Ein Sanierungsantrag war nicht gestellt worden, bestätigt Masseverwalter Rechtsanwalt Mag. Michael Pfleger/Amstetten. Am 9. April 2019 dürften die insgesamt 11 Dienstnehmer im Rahmen der Betriebsversammlung aus dem Unternehmen austreten.

Die Bank hat bereits klargemacht, dass aus dem Erlös der Verwertung der Liegenschaft keine Massewerte für weitere Gläubiger zur Verfügung stehen sollen; die Quote weiterer Gläubiger wird von Insidern als „bescheiden“ charakterisiert. 
Entstanden sein soll die Insolvenz laut Antrag durch massive Umsatzrückgänge nach dem Verlust von 3 B-Händlern. Geforderte Investitionen konnten nicht mehr vorgenommen werden, letztlich habe die Hausbank keine weiteren Kredite mehr gewährt.

Helmut und Bettina Radl hatten das 1977 gegründete Citroën-Autohaus und die Händlerverträge von Franz Schneckenleitner Ende 2014 zunächst mit 15 Personen übernommen; die Umfirmierung war im März 2015 erfolgt. •