Genf hat gezeigt, dass derzeit kein E-Mobilitätssystem massentauglich ausgeliefert werden kann. Auch „Made in China“ schafft kein wirkliches Vertrauen in diese Antriebsart. Der Genfer Automobilsalon war wieder Tatort von elektrischen Versprechungen und Fluchtort von Marken, die aktuell keine richtungsweisenden Versprechen dazu abgeben wollten.
Große Nationen und die Bevölkerung sowieso sind verärgert, weil sie wieder einmal in deutsch-gründliche Geiselhaft genommen werden. Volkswagen betrachtet E-Mobilität offenbar als Hitzeschild gegen falsche Verbrauchsangaben, um nicht weiter finanziell bluten zu müssen. Neoliberale richten sich global ihre einträglichen Nester ein, Sozialdemokraten, so es sie aktuell noch geordnet gibt, möchten möglichst viele Arbeitsplätze erhalten, strampeln sich im Treibsand globaler Konzerninteressen jedoch ohne nachhaltigen Erfolg zu Tode.
Weltretter und -innen wiederum tragen die schwedische Teenager-Klimaschutzaktivistin Greta Tintin Eleonora Ernman Thunberg wie eine Heilige vor sich her. Wer erinnert sich heute noch an die indische Kinderrechtsaktivistin Malala? Als damals 17-jährige erhielt sie 2014 den Friedensnobelpreis, hatte dafür aber fast mit ihrem Leben bezahlen müssen. Wo stehen wir heute mit den Menschenrechten? 1993 bekam PLO-Terrorist Jassir Arafat diese Auszeichnung. Thunberg steht knapp davor, diese moralisch missbrauchte Medaille in Oslo abholen zu können. Oder bekommt den Preis vorher doch noch Elon Musk für seinen Tesla-Stromer? Auszuschließen ist das nicht.
In der Praxis torpediert die Politik weiterhin ihr „indoktriniertes“ mobiles Volk, verweigert jede Kooperation im Denkumfeld eines breit aufgestellten Antriebsmix. Die Regierungen unter der Fuchtel global agierender Konzerne ignorieren alle Warnsignale drohender Massenarbeitslosigkeit, lassen aber Spielraum für teure Experimente wiederum auf Kosten der breiten Bevölkerung.
Genf steht unter Strom, schreien die Überschriften! Geht der Strom aus, gehen auch die wirtschaftlichen Lichter aus und in dieser dann finsteren Welt werden Parallelen zur Geschichte sichtbar, die wir längst überwunden glaub(t)en.
